Zum Kongressvortrag von Dr. Stanislaw Burzynski „Antineoplastone in der Krebstherapie – Über Zusammenhänge zwischen Substanzen im Blut und Krebs“, am Sonntag, 04. März 2017, von 15.00 bis 16.00 Uhr

In dem Vortrag „Antineoplastone in der Krebstherapie“ von Dr. Stanislaw Burzynski geht es um die von dem 1943 in Polen geborenen Wissenschaftler entwickelte „Antineoplastone-Therapie“. Antineoplastone (APN) ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Peptiden, Derivaten und Mischungen. Der alternative therapeutische Ansatz von Dr. Burzynski stützt sich wesentlich auf seine Forschungen und Erkenntnisse in Bezug auf die Stoffwechselphysiologie und die Proteinbiosynthese.

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Schon während seines Medizinstudiums in Polen wurde Burzynski auf eine Aminosäure im Blut und im Urin von gesunden Menschen aufmerksam, die bei Krebskranken nicht vorhanden war. Diese und weitere Beobachtungen führten den Arzt auf eine lange und hürdenreiche Forschungsreise. Aufgrund seiner Behandlungserfolge, darunter viele schulmedizinisch austherapierte Fälle insbesondere bei Hirntumorpatienten, erntete Dr. Burzynski viel Skepsis und Kritik seitens des medizinischen Establishments.

Seit 1977 leitet der Wissenschaftler in Houston, Texas, ein Krebs-Zentrum. Er kann auf insgesamt mehr als vierzig Jahre Krebsforschung und Patientenfürsorge zurückblicken. Während seines gesamten Schaffens war die Philosophie des Hippokrates’ „Zuallererst nicht schaden!“ eines der Leitmotive des unermüdlich forschenden Mediziners, der trotz aller Anfeindungen inzwischen weltweit den Ruf genießt, einer der relevantesten Experten bei der alternativen Behandlung von Krebs zu sein.

Worauf stützt sich die Antineoplaston-Therapie genau?

Schon als junger Wissenschaftler isolierte Dr. Burzynski Peptide, also Aminosäureketten, aus dem menschlichen Urin. Dabei fand er heraus, dass diese Peptide die Entwicklung bestimmter Krebszellen wirksam hemmten. Da Aminosäureketten eine wichtige Rolle bei körpereigenen Abwehrreaktionen spielen, zeigte sich schnell, dass eine nähere Erforschung der biochemischen Zusammenhänge und Interaktionen von großer Bedeutung sein konnte. Es zeigte sich ferner, dass die isolierten Peptide in der Lage sind, defekte Zellen buchstäblich zu korrigieren. Es scheint sich dabei um eine Art Informationstransfer zu handeln: Gute Informationen zur Heilung korrigieren pathologische Informationen. Das klappt jedoch nur, wenn genügend der „Reparatur-Aminosäuren“ im Körper vorhanden sind, was bei Krebskranken nicht der Fall zu sein schien, denn bei ihnen wurden nur etwa zwei bis drei Prozent dieses „Reparatur-Potenzials“ festgestellt.

Unter Antineoplastonen sind, laut Dr. Burzynski, Substanzen zu verstehen, die gegen abnorme Gewebeveränderungen wirken, also als „Reparatur-Aminosäuren“ fungieren. Burzynski postulierte, dass diese Antineoplatone als „Tumorunterdrückungs-Gene“ zu betrachten seien, weil sie sogenannte Onkogene ausbremsten. Das unkontrollierte Tumorwachstum ließe sich durch Antineoplastone deutlich verringern oder sogar verhindern. Dr. Burzynskis Theorie stützt sich auf seine Feststellung, dass Krebspatienten an einem drastischen Mangel an Antineoplastonen leiden und man durch die Zufuhr derselben logischerweise diesen Mangel ausgleichen könne, um so die körpereigene Immunabwehr wieder zu stimulieren.

Moderne Hexenjagd

In dem Buch „Der Burzynski-Durchbruch“, 2014 im Jim Humble Verlag herausgegeben, beschreibt der Autor Thomas D. Elias auf knapp 400 Seiten die aufregende und auf Fakten basierende Geschichte Dr. Burzynskis, seiner Entdeckung der Antineoplastone, seine Erfolge bei der Behandlung Krebskranker und die jahrzehntelange rücksichtslose Hetzkampagne durch Behörden und Industrie. Machtkämpfe, Neid, Rache und Verrat – die Lebensgeschichte des engagierten Arztes bietet Stoff für einen Psychothriller, der eben leider keine Fiktion ist.

Dass es Mediziner aus dem alternativen Umfeld mit reichlich Gegenwind zu tun haben, ist nichts Neues. Nicht nur am Beispiel Dr. Burzynski lässt sich ein seltsames Phänomen beobachten: Je erfolgreicher ein alternativ tätiger Therapeut ist, desto massiver werden die Angriffe aus dem Establishment, das vor allem eines will: Machterhalt und eigene Profite erwirtschaften! Und wer diesen Zielen in die Quere kommt, wird notfalls mit Hilfe der Behörden, der Geheimdienste, der Polizei und der Repräsentanten einer elitären Wissenschaft, denen allesamt die Heilung der Menschen egal zu sein scheint, angegriffen. Dass deren kriminelles Wirken nicht unwesentlich über Steuereinnahmen finanziert wird, macht diesen Sachverhalt besonders makaber. Wer bei solch massiven Angriffen nicht aufgibt, sondern weitermacht, ist schon aus rein menschlicher Sicht ein Held.

Unermüdliches Forschen allen Widerständen zum Trotz

Promoviert hat Dr. Burzynski 1967 noch in seiner Heimat Polen und zwar an der Medizinischen Universität in Lublin. Er erwarb seinen Doktortitel in Biochemie. Ein großer Vorteil der Auseinandersetzung mit der Biochemie ist, dass sich mit zunehmender Erkenntnis in diesem Bereich die enorme klinische Bedeutung der Stoffwechselphysiologie sowie die Therapiemöglichkeiten nach und nach erschließen. Im Medizinstudium wird die Biochemie, die zweifellos als Grundlagenforschung zu verstehen ist, nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Doch ohne die Wirkmechanismen in der Proteinbiochemie und der Molekularbiologie zu verstehen, dürften therapeutische Ansätze immer ein mehr oder minder hohes Maß an „Kompetenzmangel für eine ganzheitliche Herangehensweise“ mit sich bringen. Das Ganze ist eben mehr als die Summe seiner Teile. Ein interdisziplinärer Austausch zwischen Naturwissenschaftlern und Medizinern dürfte daher wichtiger denn je werden.

Dr. Burzynski entdeckte schon Ende der 1960er-Jahre Zusammenhänge zwischen damals noch nicht näher identifizierten „Chemikalien“ im Blut und Krebserkrankungen. In seiner Dissertation 1968 an der Medizinischen Universität in Lublin ging es thematisch um Aminosäuren und Peptide im Blut bei gesunden Menschen und bei Nierenkranken. Kurz nach seiner Promotion in Medizin emigrierte Dr. Burzynski in die USA, wo er von 1970 bis 1977 am Baylor College of Medicine in Houston zunächst als Wissenschaftler und später als Assistenzprofessor tätig war. In dieser Zeit nutzte er die Möglichkeit, seine Behandlungskonzepte weiterzuentwickeln. Schon damals gelang es ihm, vielen Menschen in ausweglosen Situationen bei Krebs zu helfen und sie vor dem vorzeitigen Tod durch diese Erkrankung zu bewahren. Seine erfolgreiche Herangehensweise bei Krebs, und auch bei einigen anderen degenerativen Krankheiten, führten zu seiner speziellen Krebstherapie, die er „Antineoplastone-Therapie“ nannte und die er sich patentieren ließ.

Heilung unerwünscht?

Zunächst war es Dr. Burzynski 1974 immerhin gelungen finanzielle Mittel vom NCI (National Cancer Institut der USA) zu bekommen. Das ermöglichte ihm weitere Forschungen, deren Ergebnisse er 1977 anhand einer Studie mit 21 Tumor- und Leukämiepatienten veröffentlichte. Es handelte sich ausnahmslos um Patienten, deren Lebenserwartung zuvor sehr gering war und denen man konventionell nicht mehr helfen konnte. Umso spektakulärer waren die Ergebnisse, die Dr. Burzynski erzielte: Schon nach neun Monaten zeigte sich bei vier der Patienten ein partieller Rückgang der Tumormasse, bei sechs hatte sich der Krankheitsverlauf bis dahin stabilisiert, also nicht verschlimmert, und zwei brachen die Behandlung ab, weil sich die Tumorlast bis zu dem Zeitpunkt lediglich um weniger als fünfzig Prozent verringert hatte. Fünf der Probanden starben an den Folgen der Krebserkrankung. Zumindest stimmten die Ergebnisse mehr als optimistisch und sprachen für den Therapieansatz!

Genau zu diesem Zeitpunkt aber liefen die monetären Mittel seitens des NCI aus und Dr. Burzynski entschied, seine weiteren Forschungen selbst zu finanzieren. Das führte zur Gründung seines unabhängigen Zentrums zur Krebsbehandlung (Burzynski-Forschungsinstitut) und dazu, dass Dr. Burzynski für die als „experimentelle Behandlung“ bezeichnete Therapie Gebühren in Rechnung stellte und stellen musste. Da sich schnell Patienten fanden, die dazu bereit waren, konnte der Wissenschaftler seine Arbeit fortsetzen und sein Institut weiter ausbauen.

Die Erfolge seines therapeutischen Ansatzes sprachen sich schnell herum. Das hatte Vor- und Nachteile, denn dass er sich damit zwar bei seinen Patienten beliebt machte, aber weniger bei der FDA (Food and Drug Administration) sowie bei vielen Kollegen, überrascht wenig. Als Arzt, der nur nach bestem Wissen und Gewissen forschen und helfen wollte, erlebte er übelste bürokratische Angriffe und Schikanen, die sich am besten mit dem Begriff „Hexenjagd“ umschreiben lassen.

Seit Jahrzehnten lassen sich im Burzynski-Forschungsinstitut Menschen mit Krebs aus der ganzen Welt therapieren. Die etablierte „Fachwelt“ bezweifelt aber nach wie vor die Wirksamkeit seiner Ergebnisse und wirft Dr. Burzynski „mangelnde Wissenschaftlichkeit“ vor. Die üblichen Argumente also, um Mediziner in Misskredit zu bringen und für einen schlechten Leumund zu sorgen. Für Dr. Burzynski führte das zu einer regelrechten Odyssee. Jahrezehntelang war er Attacken ausgesetzt, besonders aus schulmedizinischen Kreisen. Doch seine Erfolge waren zu offenkundig und es gab auch Fürsprecher. So ließ die Onkologin Dr. Dvorit Samid auf dem 9. Internationalen Symposium 1990, bei dem es um Trends in der Chemotherapie ging, verlauten, dass Antineoplaston AS2-1 effektiv die Aktivitäten der sogenannten „Krebsgene“ und somit auch das Wuchern bösartiger Zellen unterbinden könne, gleichzeitig aber für intakte Zellen nicht gefährlich sei. Letzten Endes entschied der oberste amerikanische Gerichtshof im Jahre 1997, dass Dr. Burzynski Patienten therapieren durfte.

Wie erfolgt die Behandlung?

Die Behandlungsweise basiert in der Anfangsphase auf intravenöser Medikamentierung mittels Infusionen. Das erfordert keinen permanenten stationären Aufenthalt, denn die Patienten können die Substanzen über eine kleine Infusionspumpe am Körper mit sich führen, sodass dem Organismus über einen therapierelevanten Zeitraum kontinuierlich Antineoplastone zugeführt werden, eine schmerzfreie Methode, die zu keinen gravierenden Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit führt. Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Medikamentierung durch Kapseln erfolgen.

Beispielsweise erlebten achtzig Prozent von zwanzig Hirntumor-Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium spektakuläre Ergebnisse. Antineoplastone sind auch präventiv einsetzbar und effektiv, wie Studien aus Japan inzwischen bestätigten. Die Therapie erfordert allerdings gerade in der Anfangsphase vergleichsweise hohe Kosten, so dass zu hoffen bleibt, dass irgendwann auch staatliche Forschungsgelder in diesem Bereich dazu beitragen, diese Therapie mehr Menschen zugänglich zu machen.

Heute kann Dr. Bryzinski anhand zahlreicher Behandlungsprotokolle und dokumentierter Therapieverläufe nachweisen, dass seine Antineoplastone-Rezepturen wirksam sind, je nach Krankheitsbild und Art sowie Größe des Tumors. Der therapeutische Ansatz von Dr. Bryzinski, der einer aus seiner Sicht biochemischen Kausalkette bei der Entstehung von Krebs folgt, ist nach wie vor sehr speziell und fand noch keine flächendeckende Akzeptanz im wissenschaftlichen Umfeld, doch die vielen Erfolge lassen sich nicht unter den Teppich kehren. Eine entsprechende offizielle Anerkennung seiner unermüdlichen Arbeit blieb in populär-akademischen Kreisen bislang somit aus. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar für alle, die die Strukturen des Establishments inklusive aller Interessengruppen und Seilschaften durchschauen – und der schattenreichen Spur des Geldes folgen.

Bücher und Filme

Inzwischen gibt es mehrere Filmdokumentationen und Vorträge von und über Dr. Burzynski, seine Arbeit und seinen Leidensweg. Viele davon sind im Internet verfügbar, wenngleich bisher nur wenige in deutscher Sprache. Dr. Burzynski selbst ist Autor oder Co-Autor von weit mehr als dreihundert wissenschaftlichen Publikationen und Präsentationen. Neben dem bereits erwähnten Buch „Der Burzynski-Durchbruch“ gibt es in englischer Sprache „The Cancer Industry – The Classic Expose on the Cancer Establishment“ und außerdem ein Werk von Ralph W. Moss. Unter der Regie von Eric Merola entstanden der Dokumentarfilm „Cancer Cure Cover-Up – Supressing a Cure for more than 40 Years“ und „Burzynski, Cancer is Serious Business“. Inhaltlich geht es um die jahrzehntelange Odyssee, die Burzynski unternahm, um seine Therapie offiziell anerkennen zu lassen, und um all die behördlicherseits vereitelten Versuche, klinische Studien durchführen zu können.

Wenig überraschend ist, dass diese Filme massiv kritisiert wurden bis hin zum Vorwurf der Verletzung „ethischer Filmgestaltung“ und „paranoider Verschwörungstheorien“. Was „ethische Filmgestaltung“ angeht, dürften die Kritiker sich damit allerdings ein Eigentor eingehandelt haben angesichts all der ethisch durchaus fragwürdigen Blockbuster, mit denen die USA seit Jahrzehnten die Weltbevölkerung beeinflusst; ein wenig Polemik soll an dieser Stelle erlaubt sein, denn das Ausmaß der Korruption in der Welt offenbart sich eben auch am Werdegang von Dr. Stanislaw Burzynski.

Internetseite der Burzynski Clinic

 

Dr. Stanislaw Burzynski im Jim Humble Verlag

Thomas D. Elias: Der Burzynski Durchbruch

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Antineoplastone in der Krebstherapie
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