Autorin: Andrea de Groot

Die Spur des Geldes

Im Kapitalismus gibt es auf der Suche nach der Wahrheit eine Faustregel: Folge der Spur des Geldes. Leider gilt dies auch für den öffentlichen Gesundheitssektor, obwohl unsere Gesundheit zweifellos VOR finanziellen Interessen stehen sollte.

Der stark beworbene Impfstoff Gardasil® soll Frauen vor Vaginal- und Gebärmutterkrebs schützen. Die Impfung soll vor dem Humanen Pappillomavirus (HPV) der Typen 6, 11, 16 und 18 schützen[1]. Doch steht sie weltweit wegen dramatischer Nebenwirkungen in der Kritik. Es lohnt sich also auch hier die Spur des Geldes einmal genauer zu verfolgen.

 

vaccination contre le cancer de l'utérus

 

Beschwerde an die Europäische Kommission

Nach zahlreichen Beschwerden von Frauen und Mädchen, die kurz nach der HPV-Impfung starke Nebenwirkungen bekamen, bat die dänische Gesundheits- und Arzneimittelbehörde (DHMA) die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine mögliche Verbindung zu neurologischen Störungen durch den Impfstoff näher zu untersuchen[2].

Der offizielle EMA Bericht stritt Zusammenhänge zwischen den beobachteten neurologischen Störungen und der Impfung ab. Interessanterweise zeigte der nur wenige Monate zuvor geschriebene interne, inoffizielle Bericht (welcher später die Grundlage für die offizielle Version bot), dass “ein kausaler Zusammenhang zwischen Schwindel und dem Erschöpfungssyndrom, dem Postural Orthostatischen Tachykardie-Syndrom (POTS ) und Gardasil® weder bestätigt noch dementiert werden kann”[3].

Das renommierte Nordic Cochrane Center (NCC) prangerte daraufhin in einem offenen Brief die Missstände in der EMA Berichterstattung zur Gardasil® Impfung an, welche zu einer fehlerhaften Beurteilung der Impfstoffsicherheit geführt habe. Die offensichtliche Rosinenpickerei bei der Auswertung der Daten hielt das bekannte Netzwerk industrieunabhängiger Experten des NCC für unwissenschaftlich, die Formulierungen unprofessionell, irreführend und unangemessen. EMA habe bei ihrer Bewertung weltweite Erkenntnisse über Nebenwirkungen ignoriert und sich größtenteils auf die herstellereigenen Angaben gestützt.

Es wurde die Frage aufgeworfen, ob Hersteller von Impfstoffen, die an diesen enorme finanzielle Interessen hätten, überhaupt in der Lage seien potentielle Schäden durch ihre Produkte im besten Interesse öffentlicher Gesundheit zu beurteilen. Es sei auch fraglich, ob die extreme Geheimhaltung und lebenslange Vertraulichkeitsvereinbarungen für EMA Arbeitsgruppenmitglieder und wissenschaftliche Sachverständige erforderlich, legitim und im Interesse der Öffentlichkeit seien[4]. Eingeleitet wurde der offene Brief also nicht grundlos mit einem Zitat aus dem EU Vertrag und der Charta der Grundrechte der Europäischen Union:
“Transparenz ermöglicht eine bessere Beteiligung der Bürger am Entscheidungsprozess und gewährleistet eine gröere Legitimität, Effizienz und Verantwortung der Verwaltung gegenüber dem Bürger in einem demokratischen System. Transparenz trägt zur Stärkung der Grundsätze der Demokratie und der Achtung der Grundrechte bei (…).”[5]

Vertuschte Wahrheit

Eine Studie der renommierten Wissenschaftler Rotum Inbar, Ronen Weiss, Lucija Tomljenovic, Maria-Teresa Arango, Yael Deri, Christopher A. Shaw, Joab Chapman, Miri Blank und Yehuda Shoenfeld untersuchte Verhaltensauffälligkeiten bei jungen weiblichen Mäusen nach Verabreichung von Aluminium Wirkstoffverstärkern und dem humanen Papillomavirus (HPV) Impfstoff Gardasil®[6].

Interessanterweise stellte die Studie fest, dass sowohl Aluminium als auch der Gardasil® Impfstoff zu Verhaltensstörungen sowie kognitiven Anomalien bei Mäusen führt.
Angesichts der deutlichen Auswirkungen bei Mäusen sollten eventuelle negative Auswirkungen unbedingt weiter untersucht werden, bevor die Massenimpfungen fortgesetzt werden. Die Widersprüchlichkeit der beworbenen HPV-Impfstoffsicherheit und der in dieser Studie herausgekommenen Ergebnisse sollten Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitssystems alarmieren!

Die beteiligten Wissenschaftler in der so genannten Inbar-Studie wiesen auf die Notwendigkeit hin den Impfstoff mit Vorsicht anzuwenden, denn der HPV Impfstoff habe noch keinen bewiesenen langfristigen klinischen Nutzen. Darüber hinaus empfehlen sie neue Richtlinien und den Einsatz geeigneter Placebos in künftigen Studien zur Impfstoffsicherheit.

Alles nur eine Verschwörung?

Die Inbar-Studie gibt noch nie da gewesene Einblicke in die möglichen Auswirkungen des Gardasil® Impfstoffs sowie Aluminium als Wirkstoffverstärker. Die Studie sollte deshalb in der renommierten Fachzeitschrift “Vaccine” erscheinen, wo sie bereits im September 2015 für die Veröffentlichung eingereicht wurde. Die Studie wurde zunächst am 31. Dezember 2015 angenommen und dann später von Chefredakteur Gregory A. Poland persönlich wieder zurückgezogen. Offiziell hieß es, dass die Studie “aufgrund schwerwiegender Bedenken in Bezug auf die wissenschaftliche Solidität des Artikels” zurückgezogen wurde[7].

Überprüft man aber einmal die finanziellen Seilschaften des Herrn Poland, so könnte man denken, dass die Gründe weniger wissenschaftlicher Natur waren. Von August 2013 bis Dezember 2014 erhielt der Chefredakteur beispielsweise satte $ 17.351 in Direktzahlungen von Novartis Vaccines and Diagnostics Inc. und Sanofi Pasteur Inc.[8]. Der Löwenanteil dieser Zahlungen wurde für “promotional speaking” gezahlt , was man wohl – frei übersetzt – getrost als “Staubsaugervertreter für Impfungen” bezeichnen könnte.

Besonders interessant ist hier die Sanofi Pasteur und Merck-Verbindung: von 1998-2016 hatten die beiden Firmen ein Joint-Venture für die Vermarktung von Impfstoffen, unter anderem auch für den HPV-Impfstoff Gardasil.[9]

Darüber hinaus erhielten die Mayo Clinic und verschiedene Mayo Stiftungen im Jahr 2012 und 2013, mit Poland als beteiligten Wissenschaftler, satte $ 61.475 von Merck für Beratung und Forschung[10]. Die genauen Beträge, die hiervon an Poland direkt gezahlt wurden, sind nicht bekannt. Die engen Verbindungen zu Gardasil® Hersteller Merck bzw. Sanofi Pasteur sorgen jedoch für Stirnrunzeln. Die oben genannten Zahlen basieren auf den freiwilligen Angaben der pharmazeutischen Unternehmen und beinhalten keine Zahlungen, die eventuell inoffiziell gemacht wurden.

Könnte diese äußerst interessante Verbindung eventuell seine Entscheidung beeinflusst haben die Studie zurückzuziehen, die einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Gardasil® Impfstoff und Verhaltensstörungen bei jungen weiblichen Mäusen zeigt?

Geld oder Gesundheit

Wenn enorme finanzielle Interessen auf dem Spiel stehen, werden kritische Stimmen oft erstickt und diskreditiert, egal, wie renommiert die Quellen dieser Stimmen sind. Zieht man die engen finanziellen Beziehungen Polands mit den Impfstoff-Herstellern in Betracht, so sind die wahren Gründe für den Rückzug der Studie verschwommen und geben Raum für Spekulationen.

Ein kurzer Blick auf die Gardasil® Einnahmen durch Merck in 2015 von 1,98 Mrd. US-Dollar Umsatz[11] (Tendenz steigend) bietet vielleicht das fehlende Stück des Puzzles, von dem wir alle wissen sollten. Wie können wir Unternehmen blind mit der Überprüfung der Sicherheit von Impfstoffen betrauen, wenn sie nur dann einen Gewinn machen, wenn sie diese verkaufen?

Warten Sie nicht darauf, dass andere die Verantwortung übernehmen und melden Sie alle vermuteten oder nachgewiesenen Schäden durch Impfstoffe, die Sie oder Ihre Kinder erlitten, an die zuständigen örtlichen Behörden!

 

Informationen

USA
Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS)
https://vaers.hhs.gov/esub/index

Europa
Europäische Datenbank gemeldeter Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen
http://www.adrreports.eu/de/index.html

Deutschland
Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
https://verbraucher-uaw.pei.de/fmi/iwp/cgi?-db=Verbraucher-UAW&-loadframes

 

Quellen

[1]                                   Gardasil® Webseite – http://www.gardasil.com/about-gardasil/side-effects-of-gardasil/

[2]                                   EMA – Europe – http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Press_release/2015/07/WC500189481.pdf

[3]                                   Seite 2 der Beschwerde über die Missstände bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) http://nordic.cochrane.org/sites/nordic.cochrane.org/files/uploads/ResearchHighlights/Complaint-to-EMA-over-EMA.pdf

[4]                                   Seite 1 der Beschwerde über die Missstände bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA)

[5]                                   http://www.eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32001R1049&from=EN

[6]                                   Inbar R, et al. Behavioral abnormalities in young female mice following administration of aluminum adjuvants and the human papillomavirus (HPV) vaccine Gardasil. Vaccine (2016), http://dx.doi.org/10.1016/j.vaccine.2015.12.067

[7]                                   US National Library of Medicine National Institutes of Healthhttp://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26778424

[8]                                   Pro Publica – https://projects.propublica.org/docdollars/doctors/pid/194859

[9]                                   http://www.healthcaremarketing.eu/unternehmen/detail.php?rubric=Unternehmen&nr=40680

[10]                                   Pro Publica – https://projects.propublica.org/d4d-archive/search?utf8=✓&term=Gregory+Arthur+Poland&state%5Bid%5D=&services%5B%5D=&period%5B%5D=&showall=true

[11]                                   Statistica – http://de.statista.com/statistik/daten/studie/316936/umfrage/umsatz-von-merck-and-co-mit-dem-arzneimittel-gardasil/

Skandal: Unterdrückte Studienergebnisse zur HPV- Impfung
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