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Nach Ende des Zweiten Weltkrieges können die USA auf eine endlos erscheinende Serie an „Militärischen Operationen“ zurückblicken, die sie federführend unter dem Deckmantel der „Verteidigung gegen Terrorismus für die Freiheit“ inszenierten.[1] Norman Solomon ist amerikanischer Journalist und Friedensaktivist. Mit seinem Buch „War made easy – wie die US-Präsidenten ihre Kriege planen“, skizziert er unter Angabe präziser Quellen wie die USA seit Jahrzehnten Kriege mittels einer perfiden Propaganda mit Hilfe der Geheimdienste und der Medien als „Friedensmissionen“ zu verkaufen versuchen und wie die Meinung der Bürger durch berechnende Lügen und Manipulation seitens der Regierung und ihrer Handlanger beeinflusst wurde.

war-made-easy-buchcover

Hunderttausende Menschenleben, darunter zum größten Teil Zivilisten, fielen diesen Kriegen zum Opfer. Und wer überlebte, ist oft physisch verkrüppelt und psychisch schwer traumatisiert. Ausnahmslos belogen die amerikanischen Präsidenten das Volk, allen voran George W. Bush. In seinem Buch entlarvt Solomon, wie die willfährige Presse dazu beigetragen hat die Kriegshetze zu unterstützen, die Amerikaner als „Befreier“ aussehen zu lassen, die sich „verteidigen mussten“, während der vermeintliche „Feind“ medienwirksam als „Terrorgefahr“ dargestellt wurde vor der man sich zu schützen hatte. Und unter den Medien, die kräftig die Kriegswerbetrommel rührten, spielte neben den etabliertesten Zeitungen der USA und dem Hörfunk insbesondere das TV eine unglückselige Rolle durch stereotype Berichterstattung mittels Bildsequenzen, die eine eindeutige Sprache sprachen und die allesamt darauf abzielten die Bevölkerung einseitig zu informieren und deren Unterbewusstsein zu konditionieren.

Mittels aus der Luft gegriffener Unterstellungen wurde die Öffentlichkeit über angebliche Angriffsabsichten und Waffenarsenale potenzieller Feinde informiert, um die Wahrnehmung der Massen gezielt zu manipulieren und die Stimmung in Richtung „pro Krieg“ zu lenken. Die wenigen Journalisten, die über die tatsächlichen Vorfälle berichteten, mussten mit beruflichen und privaten Sanktionen rechnen. Solomons Buch ist eine erschütternde Dokumentation über die Strategien, die die USA einsetzten, um der Welt ihre technologische Überlegenheit zu demonstrieren, koste es, was es wolle. Der Autor recherchierte darüber hinaus welche Firmen direkt und indirekt vom Krieg oder von Wiederaufbaumaßnahmen profitierten, mit denen sich die USA nach manchen Kriegen gönnerhaft profilierte. Die Dokumentation macht das gigantische Lügengebäude der Regierenden jener Nation deutlich, die sich immer wieder gerne als Demokratie-Freund präsentiert, sich selbst sogar als die „größte Demokratie der Welt“ bezeichnet und die Völkermorde als angebliche Notwehr maskiert, sie oftmals noch „im Namen Gottes“ öffentlich zu rechtfertigen versucht.

Demokratie kann nur da existieren, wo eine freie Presse herrscht. Auf „Inszenierung von Feindbildern, Demütigung und Unterwerfung“ basiert jedoch das „System USA“, was eher pathokratische Strukturen kennzeichnet als demokratische. Pathokratie ist ein von Psychopathen geschaffenes System. Hierzu ein Zitat von Detlef Apel, Initiator des „Lupo Cattivo-Blogs“: „Hinter dem scheinbaren Irrsinn der Zeitgeschichte steht der tatsächliche Irrsinn von Psychopathen, welche darum kämpfen ihre überproportionale Macht zu bewahren, während wir uns wie Schafe verhalten. Psychopathen fehlt ein genetischer Sinn für Reue oder Einfühlungsvermögen.“

Und ein entscheidender Teil des amerikanischen Volkes scheint nicht zu merken wie versklavt es „im eigenen Land“ in Wirklichkeit ist. Der Krieg wird mystifiziert, der „Feind“ zum Ausagieren des eigenen Größenwahns missbraucht und wer aufbegehrt, ist „des Todes“ – ebenfalls ein Merkmal des Faschismus’. Doch wenngleich die USA als Hauptaggressor zu sehen sind, ist das Phänomen ideologischer Kriegsführung selbstverständlich nicht nur ein amerikanisches. Allein 2012 flossen 1.735 Milliarden Dollar in Militärausgaben (Steuergelder, wohlgemerkt). Demgegenüber stehen im selben Jahr lediglich 140 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der weltweiten Armut.

Beim Lesen des Buches von Norman Solomon wird das ganze Ausmaß des „Spinnennetzes“ des USA-Kriegspropaganda-Apparates deutlich und angesichts der unzähligen Opfer dieser verlogenen Machenschaften von Politik, Medien, Banken, Geheimdiensten und Industrie stellt sich die Frage, warum offensichtlich so viele Profiteure dieser Völkermorde noch ruhig schlafen können. Zu den wenigen Journalisten, die neben Norman Solomon immer wieder versuchten die Bevölkerung durch wahrheitsgemäße Berichterstattung zu informieren, gehört Chris Hedges, der u.a. das Buch „Empire of Illusion“ schrieb, das Interessierte (auf Englisch) als pdf im Internet finden.[2]

Von Chris Hedges stammt das Zitat: „We now live in a nation, where doctors destroy health, lawyers destroy justice, universities destroy knowledge, governments destroy freedom, the press destroys information, religion destroys morals, and our banks destroy the economy!“ (Wir leben jetzt in einer Nation, in der Ärzte die Gesundheit zerstören, Rechtsanwälte das Recht, Universitäten das Wissen, Regierungen den Frieden, die Presse Informationen, Religionen die Moral und Banken die Wirtschaft!“) Und dieses Zitat dürfte inzwischen leider nicht mehr nur für die USA gelten.

Das Buch von Norman Solomon ist in deutscher Fassung im Jim Humble Verlag erschienen.

http://www.jim-humble-verlag.com/buecher/aufklaerung/politik/492/war-made-easy

Eine Dokumentation dazu gibt es auf dem Internet-Kanal youtube unter:

https://www.youtube.com/watch?v=ZNyBEw93NrA

 

[1]      http://www.terra-kurier.de/US-Kriege.htm

[2]     https://docs.google.com/viewer?a=v&pid=sites&srcid=ZGVmYXVsdGRvbWFpbnxpc2xhbWljZWNvbm9taWNzc3VydmV5fGd4OjRjYTAzYmFiZjhmYjc0MTU

 

„War made easy“
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