Autor: Dirk Schrader 

Jule
Kurz vor Weihnachten wurde Jule, eine Dackel-Mix-Dame im 9. Lebensjahr, richtig krank. Sie war apathisch und nahm keine Nahrung mehr zu sich. Die Körpertemperatur hielt sich bei 39.6 Grad Celsius. Antibiotika der „ersten Reihe“ halfen nicht. Ihre Halslymphknoten schwollen an. Greifbare Reserveantibiotika halfen auch nicht. Radiologisch und  sonographisch konnten keine Feststellungen getroffen werden. Im Blutbild schossen die Leukozytenzahlen hoch: statt anfänglich 14.000 waren es plötzlich 46.000.

unheilbar

Jules „Eltern“, Familie Schönfeld, waren grau vor Trauer. Sie hatten sich darauf eingestellt ihren kleinen Hund in den Hundehimmel gehen zu lassen. Weitere Untersuchungen? Weihnachten arbeiten keine Labors. Was blieb? Jule bekam Infusionen mit dem Wirkstoff MX. Jim Humble stand Pate. Nach 24 Stunden nahm sie wieder Nahrung zu sich, nach weiteren 24 Stunden wurden die übergroßen Halslymphknoten weich und kleiner. Weihnachten verbrachte Familie Schönfeld  mit ihrem kleinen Hund in froher Hoffnung auf baldige Genesung.

Innerhalb von 14 Tagen war Jule vollständig von ihrer Erkrankung genesen. Die Schönfelds hatten gelernt MX für ihren Hund selbst herzustellen. Wir wissen zwar nicht was der Grund für die Erkrankung war, müssen aber vermuten, dass es sich um einen multiresistenten Keim handelte, der die Lymphknoten so stark hat anschwellen lassen. Ursprünglich hatten wir an „Krebs“ gedacht, aber den Gedanken ließen wir fallen, denn der Krankheitsverlauf war für „Krebs“ völlig untypisch.

Rückblickend sehen wir in der Anwendung von MX weiterhin die Chance Probleminfektionen in den Griff zu bekommen. Tierärzte sollten mehr Mut haben! Die Anwendung von MX, welches nach gesetzlichen Regeln nicht „zugelassen“ ist, wird gedeckt durch das Berufsgesetz, das Arzneimittelgesetz und das Tierschutzgesetz. Kein Richter in Deutschland wird es wagen diese Therapieform zu untersagen.

Benny
Der kleine 8-jährige Terrier-Mix der Familie Rathmann hatte sich eine Zehenkralle abgerissen. Seit einer Woche kam die Blutung aber nicht zum Stehen. Die Rathmanns berichteten von vielen Verbänden, die sie Benny angelegt hatten – ohne Erfolg. Und dann hatte er offensichtlich sehr sehr starke Beläge auf den Zähnen. Eine Gebissreinigung mittels Ultraschall führte zu massiven Zahnfleischblutungen – wirklich außergewöhnlich. Gerinnungsfördernde Medikamente mussten gegeben werden. Aber das Gesamtbild des kleinen Hundes ließ Schlimmes erahnen. Benny litt unter einer EHEC-Infektion, die sich extrem schnell – trotz aller greifbaren Antibiotika – in eine Sepsis wandelte.

An einem Donnerstag  hatten wir die Hoffnung aufgegeben. Benny schien zu sterben. Telefonisch informierten wir Familie Rathmann, die „alle Entscheidungen in unsere Hände legte“. Benny bekam eine Bluttransfusion, ein Sauerstoffzelt und Infusionen mit MX.

Am nächsten Tag war die erste Frage: „Wie geht es Benny?“ Eine Helferin meinte trocken: „Ich war mit ihm draußen. Er hat Pippi und Würstchen gemacht“. Ein weiterer Tag mit MX-Infusionen machte klar: Benny hatte sich erholt. Er nahm wieder Nahrung zu sich und bellte andere Hunde an. Ein Wunder? Benny ist wieder „top“ drauf.

Hallo Jim Humble, Sir, meinen großer Respekt und unser aller Dank an Sie in die Dominikanische Republik!

Unheilbar war gestern Teil II

Schreibe einen Kommentar