Autorin: Beate Wiemers

Katzen sind der bevorzugte Endwirt des protozoischen Parasiten Toxoplasma gondii. Toxoplasmose heißt die Krankheit, die den Befall durch diese einzelligen Eukaryoten kennzeichnet. Klinische Symptome treten bei befallenen Katzen zumeist nicht auf und wenn, dann maximal in Form von Durchfall. Die Katzen scheiden allerdings Eier der Parasiten aus, die über das Katzenklo oder auch durch anderen Kontakt mit dem Tier, sowie durch kontaminierte Gartenerde oder Sand aus der Sandkiste in den menschlichen Organismus gelangen können, der dann Zwischenwirt für T. gondii ist. Auch rohes oder nicht durchgegartes Fleisch kann T. gondii enthalten, aber auch Freilandgemüse kann kontaminiert sein. Schweine, Schafe und andere Tiere werden ebenfalls oft unfreiwillig Zwischenwirt für den kleinen, aber gemeinen Parasiten. Laut Angaben der Leibniz Universität Hannover kann ein einziges kontaminiertes Schwein 300 bis 400 Menschen infizieren. Der tschechische Evolutionsbiologe Jaroslav Flegr, Universität Prag, machte vor Jahren im Zuge seiner Untersuchungen mit infizierten Nagetieren im Zusammenhang mit dem Erreger eine erschreckende Entdeckung, die T. gondii noch unsympathischer macht. Er stellte nämlich fest, dass der Parasit das Verhalten seines Wirtes beeinflusst.

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Von der Existenz der Toxoplasmose erfahren viele erst in der Schwangerschaft, denn ein Toxoplasmose-Test gehört beim Frauenarzt zu den Routineuntersuchungen. Gefährlich wird der Erreger aber für Schwangere angeblich erst dann, wenn vor der Schwangerschaft keine Immunität vorhanden war und die werdende Mutter sich erst nach der Empfängnis infiziert. Der Parasit kann dann auf das ungeborene Kind übergehen und Fehlgeburten auslösen sowie zu schweren Schädigungen führen, darunter Sehfehler, Blindheit, Wasserkopf und/oder ein zu kleines Gehirn. Laut dem Bundesseuchengesetz ist Toxoplasmose sogar meldepflichtig. Es wird gemutmaßt, dass sich jeder zweite Erwachsene im Laufe seines Lebens mal mit dem Erreger infiziert hat. Toxoplasmose ist darüber hinaus die häufigste Ursache einer infektiösen Netzhautentzündung, die unbehandelt zur Erblindung führen kann. Und sind T. gondii-Erreger erst einmal im Körper, bleiben sie dort auch. Vom Status des Immunsystems hängt dann unter anderem ab, ob und wie sich ein Organismus gegen die kleinen Fieslinge wehren kann.

 Freier Wille oder Parasitenspirit?

Die rein medizinischen Auswirkungen des unscheinbaren, aber offenbar sehr unangenehm werdenden Parasiten wollen wir in diesem Beitrag allerdings nicht vorrangig behandeln. Wir möchten die Theorie näher beleuchten, dass diese Mikroorganismen tatsächlich das Verhalten ihres Wirtes oder Zwischenwirtes steuern und sogar Ursache für Depressionen und Selbstmord sein können. Der Biophysiker Dieter Broers[1] ist nach umfangreichen Recherchen der Ansicht, dass es diese optisch unscheinbaren Einzeller faustdick hinter den Ohren haben – symbolisch betrachtet. Und sie seien in der Lage, so Broers, das Bewusstsein ihrer Wirtsorganismen zu manipulieren und zu kontrollieren. Doch damit nicht genug: Der Biophysiker sagt in einem Interview mit „Welt im Wandel“[2], laut WHO sei ein Drittel bis die Hälfte der Weltbevölkerung mit T. gondii infiziert. Dieter Broers’ Recherchen sollen darüber hinaus ergeben haben, dass der Erreger mutierte, was ihm einen Evolutionsvorteil einbrachte, der für uns Menschen sehr lästig sein kann, wobei „lästig“ stark untertrieben ist. Der Parasit könne die Leber und andere Organe sowie jeden Zelltyp befallen und sogar die Blut-Hirn-Schranke passieren, was nicht gerade ein Grund zum Jubeln ist, denn im Gehirn könne T. gondii über die Neurotransmitter-Ebene in unser Verhalten eingreifen.

  1. gondii instrumentalisiert beispielsweise eine Maus als Zwischenwirt zu einem recht seltsamen Verhalten. Zwischenwirte, wie Mäuse, andere Säugetiere und Menschen, nutzt der Parasit, um von einem Endwirt zum nächsten zu kommen und das auf sehr perfide Weise. T. gondii verschanzt sich in der Leber und im Gehirn der Mäuse und die so infizierten kleinen Nagetiere reagieren dann wie Selbstmordattentäter. Normalerweise fliehen sie vor ihrem Fressfeind, den Katzen, aber unter dem Einfluss des Parasiten liefern sie sich ihrem Widersacher „freiwillig“ aus. Dieses paradoxe Verhalten konnte die Parasitologin Joanne Webster in einer Studie nachweisen.[3] T. gondii „programmiert“ seine Zwischenwirte buchstäblich zu kamikazehaften Entscheidungen. So richtig weiterdenken mag man angesichts dieser Studienergebnisse an dieser Stelle eigentlich nicht mehr, wenn man dabei die eingangs erwähnten Angaben über die Infektionsrate der Weltbevölkerung im Hinterkopf hat.

Fremdgesteuert durch Einzeller?

Einer, der sich von dem Thema dennoch nicht abschrecken ließ und sogar sehr intensiv darüber nachdachte, ist der eingangs erwähnte Evolutionswissenschaftler Jaroslav Flegr. Toxoplasmose ist seit vielen Jahren sein favorisiertes Forschungsgebiet. Ihn interessierte dabei auch, ob infizierte Menschen womöglich ein ähnliches Verhalten aufweisen wie Mäuse, die den Erreger in sich tragen. „In einer großangelegten Versuchsreihe mit mittlerweile zehntausend Probanden zeigte sich, dass sich die Persönlichkeit von mit Toxoplasmose Infizierten tatsächlich verändert“, schreibt die Journalistin Judith Behnk auf geo-online[4]. Je länger die Infektion andauere, desto größer seien offenbar die Veränderungen. Besonders bei Männern hätte der Wissenschaftler eine signifikante Steigerung der Risikobereitschaft beobachtet. Die Risikobereitschaft sei für den Parasiten deshalb so wichtig, weil auch der Mensch in früheren Zeiten zu den Beutetieren von Großkatzen gehörte, schlussfolgert der Forscher. Die genauen biochemischen Abläufe, die zu dieser Fernsteuerung führten, seien allerdings noch nicht eindeutig geklärt. Es habe sich jedoch nachweisen lassen, dass der Testosteronspiegel bei infizierten Männern immens ansteige, während er bei infizierten Frauen sinke. Flegrs Manipulationshypothese durch Parasiten findet sich auch in anderen Bereichen bestätigt. So ist in dem geo-Artikel noch die Rede von Syphyllisbakterien, die ihren Wirt dazu veranlassen sexuell aktiver zu sein, um die Bakterien weiter zu verbreiten, was dem Wirt in dem Moment natürlich nicht bewusst sein dürfte. Jaroslav Flegr führte eine weitere Studie mit 45.000 Frauen durch, mit dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit für Selbstmordversuche bei infizierten Frauen um 50 Prozent höher liegt als bei Nicht-Infizierten.

Auch bei Befall des Darmes durch Candida albicans ist es so, dass Betroffene von Heißhungerattacken auf Süßigkeiten heimgesucht werden, weil die Hefepilze Zucker für ihre Vermehrung brauchen. Auch hier veranlassen die Parasiten Menschen zu einem Verhalten, das sonst womöglich nicht oder nicht so ausgeprägt da wäre.

Neurodegenerative Schäden durch Würmer und Co.

Der Einfluss von Parasiten auf den menschlichen Geist ist uns darüber hinaus aus der Forschung von Dr. Andreas Kalcker bekannt, der Autismus in Zusammenhang mit Wurmbefall bringt und die neurologischen Auffälligkeiten bei betroffenen Menschen mit den Stoffwechselprodukten der Parasiten, deren Einfluss auf den Vagusnerv und auf andere Faktoren, wie Gifte, zurückführt. Im Ergebnis ist es für die Betroffenen aber zweitrangig durch welche Kausalketten aus chemischer oder biophysikalischer Sicht Parasiten dazu führen, dass Menschen buchstäblich nicht mehr sie selbst sind. Gruselig genug ist die offenkundige Tatsache, dass Parasiten die Manipulation allein durch ihre Präsenz im Körper bewerkstelligen können. Und T. gondii scheint nach gegenwärtigen Erkenntnissen alle bekannten Parasiten zu toppen in Bezug auf das Potenzial seine Wirte zu manipulieren, denn diese Eukaryoten können einen wahren Teufelskreis verursachen. Flegr fand zudem heraus, dass bei Schizophrenie-Patienten mit T. gondii-Infektion in Teilbereichen Substanzverlust im Gehirn zu beobachten war. Auch der Transmitterstoffwechsel im Gehirn wird durch die Einzeller beeinflusst.

Die gute Nachricht…

Wie schon erwähnt, wird man die kleinen „Mitbewohner“, die wohl eher die Bezeichnung „Mietnomaden“ verdient haben, nicht mehr so schnell los. Aber man kann eine Menge in Sachen Schadensbegrenzung unternehmen. Darm- und Leberreinigungen gehören ebenso dazu wie die Ausleitung von Schwermetallen und eine vitalstoffreiche Ernährung. Als besonders hilfreich gegen die Parasiten sollen sich Granatapfelsaft und beta-Carboline erwiesen haben. Letztere können Menschen selbst synthetisieren, ein Vorgang, der durch Meditation und Visualisierung sowie durch bewusstes Atmen begünstigt wird. Das kostet nichts und ist gar nicht so schwer. Sinn und Zweck dieser Übungen ist nämlich, selbst ein anderes Frequenzniveau zu erreichen mit dem die unliebsamen Mikroorganismen nicht in Resonanz schwingen.

Um eine Ernährungsumstellung, die den – zumindest vorübergehenden – Verzicht auf Kohlenhydrate und Produkte tierischen Ursprungs beinhaltet, führt in vielen Fällen ebenfalls kein Weg vorbei. Sie schließt den Verzicht auf Genuss- und Suchtmittel wie Alkohol, Kaffee und Tabak ein. Auch eine mehrwöchige Kur mit purem Karottensaft kann Parasiten das Überleben schwer machen. Frisches Gemüse, das gut abgewaschen sein muss, sollte dann generell einen Hauptanteil der Ernährung ausmachen. Eine Fastenkur kombiniert mit einer Darmsanierung und Leberreinigung dürfte schon zu einer deutlichen Besserung führen. Auch Papayakerne, Ingwer, Knoblauch und natives Kokosnussöl bewähren sich im Rahmen einer Parasitenkur. Um den Darm nach der Sanierung darin zu unterstützen wieder ein gesundes Milieu aufzubauen, empfehlen sich Lebensmittel, die die Aminosäure Glutamin enthalten und die ist besonders in Weißkohl und in manchen anderen Kohlsorten zu finden. Auch einige ätherische Öle, wie beispielsweise Oregano- und Schwarzkümmelöl, mögen Parasiten nicht so. Betonit und Flohsamenschalenpulver sind weitere Hilfsmittel, um den Darm zu reinigen und wieder zu stabilisieren. Chlorella und Spirulina helfen dabei toxische Substanzen zu binden und auszuleiten. Sie sind als Tabs oder als Pulver erhältlich, wobei das Pulver wegen der größeren Oberfläche im Zuge einer Darmreinigung gegenüber Tabs Vorteile bietet. In der Auseinandersetzung mit Parasiten ist eine ganzheitliche Herangehensweise also der Königsweg. Da es zu den Themen Entgiftung und Darmreinigung mittlerweile eine Fülle an Informationen im Internet sowie an Literatur gibt, sollen detailliertere Beschreibungen dazu aber nicht Thema dieses Artikels sein, denn wer sich auf den Weg macht, findet genau das, was in der jeweiligen Situation passt und weiterhilft. Das eine oder andere Buch oder Produkt aus dem Jim Humble Verlag kann dabei helfen, aber natürlich gibt es inzwischen auch viele andere Informations- und Bezugsquellen.

Frequenzveränderung

In seinem Buch „Der verratene Himmel – Rückkehr nach Eden“ geht Dieter Broers ausführlich auf das Thema der Manipulation durch T. gondii ein. Wer sich näher für das Thema interessiert, dürfte in diesem Werk noch einige aufschlussreiche Hintergründe finden, die auf einen komplexeren Zusammenhang zwischen der „Parasitenenergie“ und der Schöpfungsgeschichte verweisen. Zweifellos hat die parasitäre „Biomasse“ in unserem Körper ein eigenes Bewusstsein, das den Menschen zu Verhaltensweisen veranlasst, die er ohne diese Einflüsse nicht an den Tag legen würde. Dieter Broers lässt die Leserschaft aber zum Glück nicht mit der Hiobsbotschaft über die „Machenschaften“ der Parasiten allein, sondern gibt auch Tipps, wie der Mensch wieder in die Selbstermächtigung kommen kann. Neben der Anwendung verschiedener Präparate und einer Darmsanierung empfiehlt auch Broers das körpereigene Potenzial zur Selbstheilung und Bewusstseinserweiterung durch meditative Übungen zu nutzen, die das Gewahrsein fördern. Das setzt aber an erster Stelle auch den Wunsch nach Selbsterkenntnis voraus. Letzterer beinhaltet, sich mit dem wohl relevantesten „Parasiten“ in uns selbst auseinanderzusetzen, dem inneren Schweinehund, der uns so oft daran hindert Verhaltensweisen in unserem Leben konsequent zu verändern. Broers bietet in seinem Werk viele spannende Impulse, um sich auf allen Ebenen des Seins von den „Frequenzen“ und somit der Einflussnahme parasitärer Entitäten zu befreien. Neben allen erdenklichen Maßnahmen, die den Körper dabei unterstützen seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren, gehört für Broers auch das unermüdliche Streben und Handeln nach Freude und allumfassender Liebe zum Heilungsprozess. Er hat einen Clip ins Internet gestellt, der betroffene Menschen dabei unterstützen soll, ihren individuellen Weg in die Freude zu gehen, zu finden auf:

[1]          http://dieter-broers.de/toxoplasma-gondii-wie-parasiten-unser-verhalten-steuern/

[2]          https://www.youtube.com/watch?v=yo9KBpETVpE

[3]          http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1690701/

[4]          http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/toxoplasmose-wie-parasiten-uns-steuern-61250.html

Toxoplasma gondii – Manipulieren Parasiten unser Verhalten?

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