Autorin: Beate Wiemers

Der Organismus verfügt über mehrere Drüsen, die entweder Hormone oder Sekrete produzieren. Sind sie für die Produktion von Hormonen zuständig, nennt man sie endokrin, stellen sie Sekrete her, gehören sie zu den exokrinen Drüsen. Die Bauchspeicheldrüse hat dabei eine besondere Bedeutung, denn sie arbeitet endokrin und exokrin. Sie wird dem Sonnengeflecht, also dem dritten Chakra, zugeordnet. Von der optimalen Funktion der Drüsen im Körper hängen viele Stoffwechselprozesse ab. Uns interessieren in diesem Beitrag allerdings nicht alle existierenden Drüsen, sondern in erster Linie zwei des endokrinen Drüsensystems und deren Bedeutung für das spirituelle Erwachen und das, was ihre Funktion – positiv oder negativ – beeinträchtigen kann. Das sind einerseits die Zirbeldrüse (Epiphyse) und die Hirnanhangdrüse (Hypophyse).

zirbel

Dass andere Drüsen, wie etwa die Schild- oder die Thymusdrüse, hier nicht separat behandelt werden, heißt keineswegs, dass sie für die Transformation ohne Belang sind. Das ganze endokrine System ist aus alchemistischer Sicht sogar von immenser Bedeutung.
Wer sich die Position der Chakras ansieht, dürfte zumindest schon als Laie einen Zusammenhang zwischen der Anordnung der Nervenzentren und Drüsen im menschlichen Körper feststellen.

Tore zum Licht

Das endokrine Drüsensystem wird als „Portal“ zwischen dem physisch-materiellen Körper und der Lichtenergie betrachtet. Taoisten bezeichnen den Bereich zwischen der Zirbeldrüse und der Hypophyse sogar als „Kristallpalast“. Viele Heiler und Autoren sind infolgedessen der Ansicht, dass unsere Drüsen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und Schöpferkraft haben.

Auch in der Mazdaznan-Gesundheitslehre ist die Bedeutung der Drüsen für die spirituelle Entwicklung schon lange kein Geheimnis mehr. Der Begriff Mazdaznan bedeutet „Meistergedanke“ und er umfasst die Gedanken, das Wort und die Tat. Mazdaznan ist die älteste und umfassendste Lebenskunde unter Berücksichtigung aller wesentlichen Grundwahrheiten, die von der Philosophie, Soziologie, Wissenschaft und Religion berührt werden. Diese aus vor-zarathustrischer Zeit stammende Lehre vertritt den Anspruch, dass der Mensch ein Recht auf eine Umgebung hat, in der er sein inneres Wesen entfalten kann und die Erziehung diese Entfaltung zum Ziel haben soll. Danach sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die das Potenzial des Menschen gemäß seiner Talente stärken und in nützliche Bahnen lenken kann. „Schön wär’s!“, kann man da nur hinzufügen, aber wir arbeiten ja daran! :-)

Auf dem Weg zur Erkenntnis

„Vieles von dem, was man bisher als okkult, mystisch, geheimnisvoll und verschleiert angesprochen hat, findet seine Aufklärung, sobald sich die in den Drüsen gespeicherten Mächte und Kräfte befreien und die Gehirnzellen erreichen und beleben, die jeder Drüse entsprechen. Dann wird uns größere Erkenntnis werden, nicht nur auf dem Gebiet des Alltagslebens, sondern auch auf den Gebieten des Abstrakten, die dem Durchschnittsmenschen heute noch völlig verschlossen sind.
Also gehört die Drüsenkunde zu den wichtigsten Gebieten, die sich auf das Leben und die Ewigkeit beziehen, weil die Drüsentätigkeit nicht nur für das organische Leben ausschlaggebend ist, sondern auch die Regsamkeit des Gehirnes bestimmt, wovon es abhängt, ob unser Denkvermögen neue Offenbarungen erhält“, so heißt es in einem einleitenden Text aus dem Buch „Mazdaznan – Drüsenkunde“, der auf die besondere Bedeutung der Drüsen verweist. Was auch immer die Mazdaznan-Lehre unter „Durchschnittsmenschen“ versteht, die Informationen des Spirit of Health-Magazins richten sich an alle, die dafür offen sind.

Zirbeldrüse – nicht die Größe ist entscheidend

Diese ursprünglich mal erbsengroße Drüse im Zentrum des Gehirns hat eine Menge zu melden. Die Zirbeldrüse reguliert und kontrolliert viele Funktionen im Körper, wie das Wachstum, die Fortpflanzung, die Körpertemperatur, die Nierenfunktion, den Schlaf-Wachrhythmus und sie beeinflusst auch wesentlich das Immunsystem, insbesondere mit Blick auf die Bekämpfung von Krebszellen. Zudem bietet sie im Idealfall Schutz vor freien Radikalen (also Moleküle mit einem freien Sauerstoffatom, die zur Übersäuerung des Körpers sowie zu Zellmembranschädigungen und anderen degenerativen Vorgängen beitragen können). Auch ist sie an der Energieerzeugung in den Zellen und an Stoffwechselvorgängen in der Schilddrüse beteiligt. Doch nicht nur das: Darüber hinaus reguliert sie den Schlaf und sie ist sehr bedeutsam für die Intuition und überdies für Alterungsprozesse zuständig, wobei es sicher nicht Anliegen der Zirbeldrüse ist, uns schnell altern zu lassen. Sie wandelt das tagsüber im Gehirn gebildete Serotonin nachts in das „Schlafhormon“ Melatonin um. Das ist ein körpereigener Botenstoff, der mit zunehmendem Alter oft nicht mehr ausreichend vom Körper synthetisiert werden kann. Dr. Dr. Walter Pierpaoli und Dr. William Regelson entdeckten sogar, dass die Produktion von Melatonin bei Menschen ab dem 45. Lebensjahr nahezu stoppt. Bei Experimenten mit Mäusen mit verkümmerter Zirbeldrüse zeigte sich, dass sich die kleinen Nagetiere schnell und umfassend regenerierten, wenn man ihnen Melatonin gab.

Melatonin

Doch nicht nur das Lebensalter hat Einfluss auf den Melatoninhaushalt. Mehrere Studien fanden heraus, darunter eine der Colorado State University, USA, dass Mobilfunkstrahlung den Melatoninspiegel ebenfalls senkt und zwar deutlich. Dieser Effekt verstärkt sich laut der Studie noch mehr, wenn die Versuchsperson zusätzlich 60-Hz-Magnetfeldern ausgesetzt war. Melatonin ist wesentlich an der Bekämpfung von Krebszellen beteiligt. Ein niedriger Melatoninspiegel begünstigt die Entwicklung bösartiger Tumore. Die Wissenschaftler Lai H. und Singh NP wiesen 1997 nach, dass Schädigungen der DNA nach Bestrahlung mit Mikrowellen auftraten, die durch zusätzliches Melatonin vermieden werden konnten. Die Aminosäure Tryptophan fördert die körpereigene Produktion von Melatonin. Sie ist enthalten in Lebensmitteln wie Cashewkernen, Erdnüssen, Kirschen und in sogenannter Nachtmilch. Das ist die Milch von vor Sonnenaufgang gemolkenen Kühen. Neben DMSO gehört Melatonin zu den wichtigsten Mitteln als Schutz vor elektromagnetischer Strahlung.

Fluoride sind Zirbeldrüsenkiller

Im Laufe der Evolution bildete sich die Zirbeldrüse bereits stark zurück – von einst etwa 3 cm auf wenige mm. Das sollte uns zu denken geben. Die Gründe dafür liegen teilweise an der Lebensweise. Künstliche Lichtquellen in der Nacht und ein Mangel an natürlichem Licht am Tag unterscheiden sich heute stark vom Lebensrhythmus, der früher sehr viel enger an die Natur angelehnt war. Entscheidend aber ist auch die Flut an Umweltgiften, die nicht zuletzt auch unser Drüsensystem beeinflusst und dazu führt, dass die Zirbeldrüse verkalkt. Unter all den die Zirbeldrüse schädigenden Toxinen sind Fluoride so etwas wie der Supergau. Sie befinden sich in konventionellem Speisesalz, in einigen Mineralwässern, in Zahnpasta, Mundwasser und in vielen Produkten aus der Lebensmittelindustrie. Auch Quecksilber, Koffein, Alkohol, Tabak, Pestizide und raffinierter Zucker können Auslöser für Verkalkungen dieser Drüse sein. Insbesondere das am meisten verbreitete Natriumfluorid gilt als hochtoxisch, zumal es leicht wasserlöslich ist und sich im Blut mit Calcium zu Calciumfluorid verbindet, dem Körper also auf diese Weise Calcium entzieht. Wenn auf einem Mineralwasseretikett übrigens kein Hinweis auf „Natriumfluorid“ steht, heißt das noch nicht, dass es nicht enthalten ist, denn: Die Kennzeichnungspflicht für Fluoride ist erst ab einer Menge von ab 1,5 mg/l erforderlich. Warum uns – nahezu zwangsweise – mit Kosmetik- und Nahrungsmitteln Fluorid zugeführt wird, wo gerade das so einen gravierenden Einfluss auf die Zirbeldrüse hat, wäre ein anderes Thema, dem wir aber an dieser Stelle keine Aufmerksamkeit schenken möchten.

Um die Zirbeldrüse, die auch als Sitz des „Heiligen Geistes“ betrachtet wird, in ihrer Funktion wieder zu aktivieren, kann die Supplementierung von DMSO und/oder Melatonin hilfreich sein. Ansonsten gilt: konsequent alle möglichen Schadstoffquellen, insbesondere Fluoride, meiden. Eine umfassende Entgiftung des Körpers ist in diesem Zusammenhang oft sinnvoll, wenn nicht sogar notwendig. Regelmäßige Leberentgiftungen, Fastenkuren, Darmreinigung, Entsäuerung, Sonnenlicht und auch das Einatmen von ätherischem Neoloöl soll die Zirbeldrüse anregen. Um Fluoriddepots auszuleiten, werden Chlorella-Präparate, Curcumin, grünes Kokosnusswasser und Zedernnussöl empfohlen. Kokosnusswasser hat zudem den Vorteil, dass es gut schmeckt, kalorienarm ist und den Körper mit wichtigen Elektrolyten versorgt.

Zudem gibt es verschiedene Meditations-, Klang- und Visualisierungsübungen zur Reaktivierung dieser kleinen, aber so wichtigen Schnittstelle in unserem Drüsensystem. Auch das Singen wird als Zirbeldrüsenstimulanz betrachtet und nicht zuletzt auch das bewusste Atmen. Unter den Literaturtipps sind einige Werke für jene, die sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten. Um klarere göttliche Impulse empfangen zu können und das eigene Unterscheidungsvermögen zu fördern, ist die Pflege der Zirbeldrüse unerlässlich.

Richard Rudd unterstreicht die Bedeutung der Zirbeldrüse und ihre Relevanz hinsichtlich des „Erwachens“ in seinem Buch „Die 64 Genschlüssel“ wie folgt: „Während sich dein Herz mehr und mehr öffnet, löst deine Thymusdrüse eine Schwingung von derart verfeinerter Intensität aus, dass sie von sich aus die höhere Funktion der Zirbeldrüse entzündet. Wie die meisten esoterischen Schulen bezeugen, öffnet die Zirbeldrüse einen chemischen Kanal innerhalb deines Gehirns, der dir den Zugang zu kosmischem Bewusstsein ermöglicht.“

Hypophyse

Sie gilt als „Meisterhormondrüse“ und sie kontrolliert das hormonelle Gleichgewicht im Organismus. Manche bezeichnen sie als „Hohepriester“ des Nervensystems. Sie spielt eine entscheidende Rolle darin, wie wir die Welt erleben und wahrnehmen. Das Potenzial der Hypophyse kann unser Leben sehr beeinflussen – im positiven wie im negativen Sinn.
Dysfunktionen dieser Drüse können vielerlei gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass der Körper von Natur aus ein perfektes, sich selbst organisierendes und regulierendes System darstellt, das allerdings auf Stress, Gifte sowie auch auf Gedanken und Gefühle reagiert. Nicht allen schädlichen Einflüssen kann man sich heutzutage entziehen; allerdings lassen sich bei entsprechendem Informationsstand über schädigende Faktoren und hilfreiche Methoden neue Entscheidungen treffen.

Neben Belastungen durch Fluoride wirken sich auch auf diese Drüse jene durch Quecksilber, und insbesondere auch durch Palladium, gravierend aus. Palladium ist in vielen Zahnmetalllegierungen vorhanden. Quecksilber reichert sich „gerne“ in der Hypophyse, aber auch in der Zirbeldrüse an, was zu diversen Stoffwechselstörungen und auch zu einer schlechten Befindlichkeit im psychisch-emotionalen Bereich führen kann. Die Hypophyse befindet sich in der Verlängerung der Halswirbelsäule über dem hinteren Teil der Nasenhöhlen. Die Tatsache, dass sie das im Gehirn am besten durchblutete Organ ist, wird ihr in Bezug auf Quecksilberbelastungen zum Verhängnis, denn bei einer regen Durchblutung wird auch mehr des giftigen Schwermetalls transportiert, das sich dann eher ablagern kann. Die Zunahme neurodegenerativer Erkrankungen überrascht angesichts dieser Tatsache wenig. Was die belastenden Faktoren, aber auch die Entgiftungs- und Stimulierungsempfehlungen für die Hypophyse angeht, gelten die gleichen Tipps wie für die Epiphyse.
Literaturtipps:

Mazdaznan Drüsenkunde, 344 Seiten, erhältlich im Mazdaznan-Online-Shop von Trautwein-Naturwaren, www.trautwein-naturwaren.de

Die 64 Genschlüssel, Richard Rudd, Jim Humble Verlag

Endokrine Drüsen – Basiskräfte der Spiritualität, Rosina Sonnenschmidt, Narayana-Verlag

Drüsen und Cakras – Zentren der Schöpferkraft und Transformation, Harald Knauss, Narayana-Verlag

Das Geheimnis der Drüsen, Max Heindel, Rosenkreuzer-Philosophie-Verlag

Drüsen und ihre Bedeutung für die Gesundheit und die Transformation – Was ihre Funktion fördert und was sie blockiert
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