Autor: Dr. Marco Ruggiero

Dr. Ruggiero’s „last main talk“

Noch vor einem Jahr schien es unglaublich: Während eines Hausbesuches sagte Eva (Ewa gesprochen) „Ich bin nicht mehr autistisch. Das war ich einmal. Aber es ist jetzt weg.“ Das ist eine wahre Geschichte aus dem Leben und ich hoffe, dass euch diese Referenz (Testimonial) gefällt. Doch ich nehme an, dass euch eine Referenz, die nicht aus dem nebligen Vereinigten Königreich oder dem sonnigen Arizona kommt, noch besser gefallen wird. Ich bitte Briana, hier zu mir aufs Podium zu kommen, um von ihren persönlichen Erfahrungen zu berichten.

Dr. Marco Ruggiero

Briana:

Guten Morgen. Danke, dass Sie mir die Möglichkeit geben meine Familiengeschichte mit Ihnen zu teilen. Ich habe Dr. Ruggiero ungefähr vor acht Monaten kennen gelernt. Ich bin wirklich gesegnet in meinem Leben im medizinischen Bereich mit Genies umgeben zu sein. Einige Freunde unserer Familie trafen Dr. Ruggiero im letzten Jahr hier und dachten dabei an unseren Sohn. Er heißt Taven und ist jetzt sechs Jahre alt. Er hatte eine Autismusspektrumstörung und litt an schwerem ADHS. Zu dieser Zeit verlief mein erstes Treffen mit Dr. Ruggiero nicht besonders gut. Es ist mir sehr unangenehm, aber ich kann sagen, dass ich durch diesen Umstand in Tränen ausbrach. Als er mir von dem Protokoll erzählte, wagte ich zunächst nicht daran zu glauben, dass es etwas gibt was meinem Kind helfen könnte, weil wir einfach alles versucht hatten: Medikamente, Therapien, was auch immer uns genannt wurde – doch wir versuchten es. Und ich konnte auch nicht riskieren, dass meine Hoffnung wieder zunahm, um dann am Ende doch wieder zerstört zu werden und wieder dort zu stehen wo wir schon waren. Als Taven therapiert wurde, machte er Fortschritte in einem Gebiet und Rückschritte in einem anderen. Wenn er mehr sprach wurde sein Verhalten schlechter. Also befanden wir uns an einer Wegkreuzung und wussten nicht was wir tun sollten. Genau zu der Zeit als wir ihn (Dr. Ruggiero) trafen, kam Taven in den Kindergarten. Er war in einem komplett abgetrennten Klassenzimmer („Gruppenraum“ wäre besser verständlich). Er hatte einen Betreuer die ganze Zeit über, jeden Tag, weil man ihn aufgrund seiner Impulsivität und seines Verhaltens nicht alleine lassen konnte. Als ich schließlich einwilligte und erlaubte mit ihm das Protokoll durchzuführen, begannen wir nur mit Yoga. Wir haben nicht seine Ernährung umgestellt oder irgendetwas anderes gemacht. Das war alles wozu ich zu diesem Zeitpunkt gewillt war. Aber dann nach drei Wochen waren die ersten Dinge, die wir bemerkten, dass er in der Lage war während des Abendessens sitzen zu bleiben. Wir mussten nicht regulieren. Wir mussten nicht die ganze Zeit aufpassen, dass er isst. Wir waren in der Lage in der Familie Abendbrot zu essen, was für uns ein enormer Zugewinn war, weil wir zu dieser Zeit nicht mal im Stande waren das Haus nach 14.00 Uhr zu verlassen, denn das war diese magische Stunde wo es bergab mit ihm ging. Wir konnten nicht raus in die Öffentlichkeit, weil sein Benehmen so schlecht war. Uns fiel auch auf, dass er nun in der Lage war während der Gute-Nacht-Geschichte sitzen zu bleiben. In diesen drei Monaten wo er auch mit dem Yoga begann, sprach er nicht. Er ahmte uns nach, aber mehr nicht. Nach diesen drei Monaten sprach er ganze Sätze. Er fing an, indem er Sachen sagte, wie „Taven möchte in den Park gehen“ oder „Das ist Tavens Zimmer“, so etwas in der Art. Und nur ein paar Monate später erkannte er sich selbst als eigene Person, indem er sagte „Ich will in den Park gehen“, „Das gehört mir“, was für uns gigantisch war. Eine Nacht werde ich nie vergessen: Wir brachten ihn ins Bett und wie Kinder es so machen, jammerte er und wollte nicht schlafen, was wir verstanden. Aber er sagte nun: „Mama, Papa, können wir noch eine Minute erzählen?“ Und wissen Sie, ich fing an zu weinen und er wusste nicht, was mit mir nicht stimmte und dachte wohl, dass er etwas falsch gemacht hatte. Aber für mich war das ein Wendepunkt an dem ich zum ersten Mal meinen Sohn kennen lernen konnte. Ich konnte erfahren was seine Gefühle, Gedanken und Wünsche sind – was er im Leben wollte. Es war einfach nur unglaublich. Wie Eltern von autistischen Kindern wissen, können IEP-Treffen ein ziemlicher Kampf sein. Wir waren es gewohnt zu IEP-Treffen zu gehen und zu hören „Oh er hat in diesem Gebiet einen Zuwachs von 5 %, in diesem Gebiet ist es weniger geworden, er hat sein Ziel bisher nicht erreicht“. Innerhalb eines Zeitraums von sechs Wochen kam er im kognitiven Bereich von 50 auf 93 % nachdem er mit dem Yoga begann. Übrigens hat er gerade gestern den Kindergarten verlassen, dass er nächstes Jahr in eine völlig normale 1. Klasse eingeschult wird – keine Hilfestellungen, gar nichts. Also hat dieses Protokoll unser Leben verändert. Und wir werden für immer dankbar sein, dass wir in der Lage sind unseren Sohn kennen zu lernen und im Stande sind ihm ein normales und erfüllendes Leben zu ermöglichen mit erfüllenden Freundschaften und Familieninteraktionen. Das ist etwas, das wir nie mehr als selbstverständlich erachten werden.

Erfahrungsbericht über die Heilung eines ehemals „autistischen“ Kindes

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