Autorin: Beate Wiemers

Wie in den vorangegangenen Artikeln schon angedeutet, gibt es jenseits der Propaganda für den Organspende-Ausweis Sachverhalte, die weiten Teilen der Öffentlichkeit nicht bewusst sein könnten. Es mag Menschen geben, denen die Erkenntnisse von Prof. Dr. Korotkov auf der Basis der Kirlian-Fotografie, wie in unserem Beitrag „Letzter Ausweg Organspende?“ beschrieben, zu grenzwissenschaftlich und zu spekulativ sind. Prof. Dr. Linus Geisler, von Haus aus Internist und Chefarzt, ist einer, der mit seinen Veröffentlichungen und Vorträgen zu den Themen Transplantation, Gentechnik, Fortpflanzungsmedizin und Biotechnologie über Beobachtungen und seine Schlussfolgerungen informiert, die selbst jene nachdenklich machen dürften, die „energetische Zusammenhänge“ für esoterische Hirngespinste halten. Linus Geisler ist zugleich Sachverständiger der Enquête-Kommission „Recht und Ethik der modernen Medizin“. Was er erklärt, liefert selbst aus schulmedizinischer Sicht schlüssige Argumente dafür, dass der Hirntod eines Menschen nicht das Ende seines Lebens ist.

Die dunklen Seiten des Organspendens

Zur Erinnerung: Herz- und Kreislaufsystem eines hirntoten Organspenders muss „am Leben erhalten“ werden, damit die Organe „frisch“ entnommen werden können. Wie Prof. Dr. Geisler in dem Beitrag „Tot oder lebendig“ vom Bayerischen Rundfunk[1] berichtet, reagieren so genannte Hirntote immer noch auf Umweltreize. Festgestellt wurde zudem, dass es Sekunden nach Beginn der Organentnahme zu einem eklatanten Blutdruckanstieg und sogar zu einem Anstieg bestimmter Hormone, darunter Adrenalin, bei den „hirntoten Patienten“ kommt.

Der Hype auf Organe

Auf seiner Website www.linus-geisler.de sind Manuskripte zweier Vorträge des Arztes zu finden, in denen er sich über das der Transplantationsmedizin zugrundeliegende Menschenbild äußert. Dort schreibt er „Der Mensch in seiner Ganzheit aus Körper, Leib, Geist und Seele wird reduziert auf ein Ensemble austauschbarer Organe, Organteile und Gewebe und auf deren Brauchbarkeit und Funktionsfähigkeit (…) Der Ruf nach Kommerzialisierung und Ökonomisierung der Organverpflanzung wird mit bemerkenswertem und wachsendem Nachdruck vertreten. Die Trivialisierung und Profanisierung des Transplantationssystems inszeniert gefährliche Gleichgültigkeiten. Diese beziehen sich auch auf die Herkunft der Organe. Das Diktat der Anspruchserfüllung ebnet die Wege zur Ökonomisierung, in der nur noch Marktmechanismen zählen. Scheinbar folgerichtig propagieren daher deutsche Wirtschaftswissenschaftler wie Peter Oberender monetäre Anreize auf einem Markt für Organtransplantate als legale Lösung des Problems ‚Organmangel‘ und behaupten, dass alle Beteiligten dabei gewinnen (…) Der amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Gary Becker macht sich für einen regulierten Organhandel auch in der westlichen Welt stark. Deutsche Gesundheitsökonomen wie Wulf Gaertner diskutieren ernsthaft weltweite Spotmärkte für Organe.“

Denn sie wissen nicht, was sie tun…

In einer „Kompakt-Info-Broschüre“ des Transplantationszentrums Freiburg heißt es unter Punkt 7.2.1. „Optimierung des chirurgischen Eingriffs“[2] wie folgt: „Während der Organentnahme ist die Durchführung einer Narkose zur Ausschaltung des Bewusstseins und der Schmerzreaktionen überflüssig, weil das primäre Zielorgan – das Gehirn und die betroffenen zentralen Rezeptoren – nachgewiesenermaßen irreversibel ausgefallen sind. Periphere Rezeptoren im Rückenmark sind allerdings in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt und können zu Spontanbewegungen und zum Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz führen. Deshalb wird der Organspender zur Optimierung der chirurgischen Tätigkeit sowie zur Vermeidung dieser spinalen Reflexe relaxiert und ein Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg durch entsprechende Medikamente (z.B. Opiate) behandelt.

Weiter steht in der o.g. Broschüre: „In der Folge kommt es zu einer Bradycardie[3] und schließlich zur Asystolie. Es empfiehlt sich daher die Monitorfunktionen zu deaktivieren. Für das Anästhesie-Team, das zum ersten Mal eine Explantation betreut, kann dieser Moment irritierend wirken. Allen Beteiligten muss aber bewusst sein, dass der eingetretene Tod des Patienten im Vorfeld der Organentnahme sicher diagnostiziert wurde. Mit der Asystolie[4] beginnt lediglich der bisher intensivmedizinisch verzögerte biologische Absterbeprozess des Körpers.“

Allein diese Ausführungen zeigen die Absurdität der Hirntoddiagnose. Und: Warum heißt es in dieser Broschüre, dass das Eintreten einer Bradycardie und der Asystolie Anästhesisten, die erstmals an einer Explantantation teilnehmen, irritieren könnte? Inwiefern? Indem sie etwa Zweifel an dem ganzen Procere bekommen könnten? Oder gar Gewissenskonflikte? Und warum sollen die Monitorfunktionen nun deaktiviert werden? Noch eine Frage: Warum wird gerade hier nochmals betont, dass „der eingetretene Tod des Patienten im Vorfeld der Organentnahme sicher diagnostiziert“ wurde, wenn im nächsten Satz schon steht, dass der biologische Absterbeprozess des Körpers intensivmedizinisch verzögert wurde?

Periphere Rezeptoren im Rückenmark seien, so heißt es weiter, in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt. Wirbelsäule und Rückenmark haben eine entscheidende Bedeutung für die Kundalini-Energie, die Lebenskraft. Aus Platzgründen wollen wir an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen, aber Interessierten einige Quellen zum Weiterlesen anbieten.[5], [6], [7]

Mittels Opiaten wird also ein Blutdruck- und Herz-Frequenz-Anstieg verhindert, um „spinale Reflexe“ zu vermeiden?

Zu diesen „spinalen Reflexen“ bietet der eingangs erwähnte BR-Beitrag Sequenzen, die mittels einer Kamera von einem „Hirntoten“ gemacht wurden, bei dem das so genannte „Lazarus-Syndrom“ auftrat, mit dem die „unkontrollierten Bewegungen eines Hirntoten“ bzw. die „spinalen Reflexe“ gemeint sind. Was sich dem Zuschauer zeigt, wirkt so unkontrolliert allerdings nicht: Der künstlich beatmete Mensch hebt beide Arme, bewegt die Hände zum Brustkorb und führt sie, wie beim Gebet, zusammen – eine sehr berührende Szene, die eigentlich zum Thema Organspende mehr sagt als tausend Worte.

Unsterblichkeitswahn made in USA?

Sehr hörenswert ist in diesem Kontext auch der BR-Hörfunk-Beitrag „Unsterblichkeit in Mythos und Realität“ von Andreas Miekisch[8]. Auch dieser Autor sieht einen Zusammenhang zwischen mythologischen Wurzeln, menschlichem Größenwahn und der Entwicklung in der Medizin, verbunden mit dem Wunsch unsterblich zu sein. Ein Zitat aus diesem Beitrag sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: „Dennoch herrscht vor allem in den Vereinigten Staaten seit einiger Zeit eine wahre Unsterblichkeitseuphorie. Die Erreichung der Immortalität gilt als ‚The Big One‘ unter den gegenwärtigen Forschungsprojekten. Der Cambridge-Absolvent Brian Appleyard stellt sie nicht frei von Ironie auf eine Stufe mit anderen Großzielen, die die US-Amerikaner bereits erreicht haben – die Eroberung des Westens und des Weltraums sowie den vermeintlichen Sieg über den Kommunismus. In den USA gibt es bereits etliche Unternehmen, die jedem, der es will, das Einfrieren seiner späteren Leiche als mehr oder weniger gewöhnliche Dienstleistung anbieten. Durch Techniken der so genannten Kryonik[9] wird der Körper mit Hilfe flüssigen Stickstoffs bei meist minus 196 Grad konserviert. Normalerweise führt das Einfrieren aber zu irreparablen Schäden, weil das verwendete Frostschutzmittel für jedes Organ auf einen anderen Zellstoffwechsel abgestimmt werden müsste. Als Folge wird deshalb meistens nur das Gehirn eingefroren, was die Frage aufwirft, wo später einmal der dazugehörige Körper herkommen soll…?“

Was ist (sich) der Mensch wert?

Einer, der sich ebenfalls seit Jahren kritisch und besorgt mit dem Themenkomplex Organspende beschäftigt, ist Werner Hanne. Bis Ende 1999 arbeitete er bei einer Sonderbehörde der Post in der EDV-Organisation. Der Dipl.-Verwaltungswirt und Postoberamtsrat ist mittlerweile im „aktiven“ Ruhestand und engagiert sich seit Jahren für Aufklärung über die dunklen Seiten des Organspendegeschäfts. 2011 sprach er bei www.bewusst.tv  mit Jo Conrad und 2014 bei www.quer-denken.tv mit Michael Vogt über das heikle Thema.[10]

SoHM: Herr Hanne, Sie betreiben die Website www.organwahn.de, die viele umfangreiche und interessante Informationen sowie etliche Tipps auf sehr übersichtliche Weise beinhaltet. Zudem bringen Sie die Broschüre „Organwahn – Heilung durch Fremdorgane? Ein fataler Irrtum“ heraus, die man bei Ihnen kostenfrei bestellen kann. Wie kamen Sie als ehemaliger Beamter überhaupt dazu sich mit der Thematik näher zu beschäftigen?

Werner Hanne: Angefangen hatte es mit einem kritischen Vortrag zu diesem Thema, den ich vor vielen Jahren einmal hörte und der in meinem Gedächtnis haften blieb. Als Einzelheit ist mir daraus in Erinnerung geblieben, dass der Referent sagte, dass die Krankenhäuser mit Prämien „geködert“ werden, damit sie potentielle Organspender melden. Und daran hat sich ja bis heute nichts geändert. Das Nächste war der qualvolle Tod eines Lungentransplantierten aus meinem Bekanntenkreis, dessen Körper das Organ trotz massiver Medikamenteneinnahme abstieß. Dann kam das Entscheidende: Ich las wiederholt, dass mit dem übertragenen Organ Seelenanteile des Spenders in den Organempfänger übergehen (daher die bekannten Persönlichkeitsveränderungen) und dass diese Anteile bei der Seele fehlen, wenn sie in der geistigen Welt ankommt. Erklärung hierzu: Ein Mensch, dem Organe entnommen werden, lebt noch, ist also noch beseelt, weil Organe von einer Leiche wegen der so genannten Ischämie (Absterben der Zellen) nicht verwendbar sind. Das führt zu großem Leid der Seele und sie muss liebevoll von hohen Geistwesen betreut werden bis sich die Seelenanteile nach dem Tod der Organempfänger (in der Regel mehrere wegen der üblichen Mehrfachorganentnahmen) bei ihr wieder einfügen. Daraufhin habe ich viel recherchiert und bin auf unglaubliche Machenschaften gestoßen, auf die ich seitdem über Vorträge, Interviews, einen Artikel und über die Internetseite www.organwahn.de hinweise.

SoHM: Wer keine Organe spenden will, sollte das vorher zum Ausdruck bringen. Was ist dabei zu beachten?

Werner Hanne: Dazu muss man zunächst die unterschiedlichen Länderregelungen kennen. Leider ist dieses wichtige Thema von der EU bisher überhaupt nicht behandelt worden. Ich empfehle dazu, auf meiner Internetseite in meinem Artikel auf Seite 40 nachzusehen. In der BRD gilt die „Erweiterte Entscheidungslösung.“ Es muss also jemand entschieden haben, ob Organe nach Feststellung des Hirntodes entnommen werden dürfen. Das kann der Betroffene selbst gewesen sein, indem er das in einem Organspendeausweis oder in einer Patientenverfügung zum Ausdruck gebracht hat. Ist das nicht der Fall gewesen, werden Angehörige gefragt (deshalb „erweitert“). Diese Befragung der Angehörigen sollte man durch Festlegung zu „Lebzeiten“ auf jeden Fall verhindern, um ihnen eine evtl. große Belastung zu ersparen. Dazu ist es zunächst egal, ob man sich für oder gegen eine Organspende ausspricht. Unterschiedliche Organspendeausweise gibt es im Internet und den „amtlichen“ bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – BZgA (zum Anklicken auf meiner Internetseite). Diese beinhalten in der Regel ein NEIN zur Organspende und auch auf dem BZgA-Ausweis kann man ein NEIN ankreuzen. Immer sollten die Angehörigen jedoch die Meinung zu diesem Thema kennen, falls der Ausweis mal „nicht auffindbar“ ist.

Im Ausland gilt häufig die Widerspruchslösung, so z. B. in Österreich. Dort ist jeder, auch ein Ausländer, Organspender, wenn er nicht in dem zentralen Register in Wien Widerspruch eingelegt hat. Es wird einfach eine vermutete Zustimmung (presumed consent) unterstellt. Zur weiteren Information auch hier nochmal der Hinweis auf meine Internetseite (Artikel ab Seite 36). Ein zentrales Register oder einen Eintrag bei den Krankenkassen gibt es in der BRD nicht.

SoHM: Die Fakten, die Sie auf Ihrer Website veröffentlichen, sind solide recherchiert und sie sprechen für sich. Was könnten Ihrer Meinung nach die Gründe dafür sein, dass der Bevölkerung diese Fakten von offizieller Seite verschwiegen werden?

Werner Hanne: Wenn trotz der vielen Ungereimtheiten und unlösbaren Probleme an dieser Methode der Lebensverlängerung (niemals Heilung) festgehalten wird, kann es nur einen Grund geben: das Geld.

Eine Transplantation kostet zwischen 200.000 und 300.000 EUR. Diese Operationen können in einer Klinik ohne zusätzliche Kosten vorgenommen werden, weil die Einrichtungen dazu vorhanden sind. Zunehmend setzen sich die Gehälter der Klinikärzte auch vermehrt aus Erfolgshonoraren zusammen.

Die allmächten Pharmaunternehmen verdienen an den Medikamenten gegen die Abstoßungssymptome der Organe (sog. Immunsuppressiva) Unsummen (Umsatz 2011 = 1,6 Mrd. EUR). Dazu kommen Einnahmen für Medikamente zur Behandlung von Folgeerkrankungen wegen des durch die Immunsuppressiva ausgeschalteten Immunsystems.

Schließlich wird mit Organraub (China), Organhandel und Organtourismus nach dem Drogenhandel weltweit am meisten Geld verdient.

SoHM: Den meisten Ärzten dürfte doch aufgrund ihres Studiums bewusst sein, dass die Diagnose „hirntot“ eigentlich Augenwischerei ist. Und trotzdem scheint die Transplantationsmedizin eines der lukrativsten Geschäfte der Zukunft für das medizinische Establishment zu sein. Wieso kommt die Kritik an der Organspendepraxis Ihrer Meinung nach zwar auch, aber vergleichsweise wenig aus dem Medizinerumfeld, sondern eher aus anderen Kreisen?

Werner Hanne: Auf diese Frage gibt es eher spekulative Erklärungen. Natürlich, wie zuvor gesagt, spielt die Bezahlung eine Rolle. Es geht aber auch um die Anerkennung im Ärzte-Kollegenkreis, denn die Transplantationschirurgen sind wegen ihren Könnens hoch angesehen. Dass die Hirntoddiagnose nicht den Tod eines Menschen bedeutet, müsste jedem Mediziner klar sein. Wie kann ein Mensch tot sein, wenn 96 % des Körpers noch lebendig sind, wenngleich auch mit technischer Unterstützung. Es ist ja auch noch niemals ein Körper in diesem Zustand beerdigt worden, und damit sich der „Tote“ bei der Organentnahme auf dem OP-Tisch nicht bewegt oder sogar wehrt, wird er einfach festgeschnallt.

Für viele Ärzte ist es deshalb bestimmt eine Gratwanderung ihrem ärztlichen Auftrag der Hilfe nachzukommen. Hin und wieder wird bekannt, dass sich Ärzte ein zweites Mal weigern dieser Arbeit nachzugehen. Dazu verweise ich wieder auf meine Internetseite mit dem auf der linken Seite anzuklickenden Text „Bericht einer Ärztin“ mit der Überschrift: „Das war ein katastrophaler Ausbau von Ersatzteilen!“

Ob auch noch andere persönliche Merkmale eines Transplantationsmediziners eine Rolle bei der Ausübung dieser speziellen Tätigkeit spielen (z.B. Soziopathie oder Psychopathie), darüber gibt es verständlicherweise überhaupt keine Aussagen. Interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch eine Durchsage aus der geistigen Welt von einem „Adama von Telos“ aus dem ‚Rat der 12 Weisen‘ von Lemuria an eine deutsche Frau aus der erkennbar ist, dass das lukrative Geschäft wohl alles andere überwiegt: „Hier sind Menschen (Mediziner) am Werk, die noch in absoluter Trennung der Aspekte von Materie und Göttlichkeit leben, Seelen vom Typ der Endzeit von Atlantis, die sich immer noch nicht weiterentwickelt haben, mit verkümmerten Herzqualitäten und tauben Ohren für ihr hohes Selbst. Das Ausschlachten eines menschlichen Körpers wird für die Durchführenden in jedem Falle schwerste karmische Konsequenzen haben.”

SoHM: Führte Sie Ihre Auseinandersetzung mit dem Thema rund um Organspenden auch zu anderen gesellschaftspolitischen Zusammenhängen und wenn ja, zu welchen?

Werner Hanne: Wie eingangs erwähnt, ist das Befassen mit der Spiritualität hier auf Erden aus meiner Sicht eine dringende Notwendigkeit. Die Seele sollte zumindest im Todesfall erkennen, dass der Körper nicht mehr lebt. Sonst irrt sie verzweifelt in tiefen Regionen in der geistigen Welt umher und sucht Halt, ggf. sogar als Besetzer in einem noch lebenden irdischen Körper. Da es die durch Organentnahme unvollständigen Seelen besonders schwer haben, halte ich zur Aufklärung zum Thema Spiritualität öffentliche Vorträge mit dem Schwerpunkt Organspende, weil dieses Thema bei den „normalen“ Vorträgen häufig zu kurz kommt.

Eine andere interessante Verbindung hat sich (ungeplant) ergeben: Ich bin auch mit dem Thema Betreuungsrecht unterwegs (Vorträge, Interviews bei Jo Conrad und Michael Vogt). Da gibt es Schnittstellen und Widersprüche, wenn es darum geht in einer Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen auszuschließen und trotzdem Organspender zu sein (siehe auch hier mein Artikel, Seite 29).

SoHM: Wir danken Ihnen für das Gespräch und möchten unsere Leserschaft an dieser Stelle noch auf die Literaturtipps auf Ihrer Seite hinweisen[11] sowie auf den offenen Brief über die dunkle Seite der Organspende von Andrea von Wilmowsky, der auf youtube zu hören ist.[12]

Alles hat seinen Preis…

In dem Artikel „Ein unterschätztes Problem in der Ärzteschaft“[13] vom 22.8.2013, erschienen in der Ärzte-Zeitung, geht es um den hohen Anteil süchtige Ärzte. Die Informationen gingen aus einem AOK-Fehlzeitenreport hervor, der Süchte bei Ärzten im Verhältnis zur Allgemeinbevölkerung vergleicht. Demnach ist das am weitesten verbreitete Suchtmittel bei Ärzten der Alkohol. Zwölf Prozent der Ärzte missbrauchen dem Bericht zufolge Benzodiazepine, Substanzen, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Die konkreten Ursachen für das Suchtverhalten gerade in diesem Personenkreis mögen individuell unterschiedlich sein; weitgehende Einigkeit in der Literatur über Suchtverhalten besteht allerdings in der Annahme, dass abhängige Menschen den Zugang zu sich selbst verloren haben und „ver-suchen“, ihre innere seelische Leere durch Suchtmittel zu kompensieren.[14] [15]„Gott Mammon“ bietet in der materiellen Welt sicher den einen oder anderen Anreiz; innere Stabilität sprudelt allerdings aus einer anderen Quelle. Wer das nicht erkennt, bleibt süchtig („auf der Suche“) und die hohen Zahlen süchtiger Mediziner sprechen für sich – und das auch mit Blick auf die Transplantationsmedizin.

Wahn-Sinnige Gesellschaft?

Schönheitswahn, Jugendwahn, Unsterblichkeitswahn, Fortpflanzungswahn – Größenwahn: Leben wir in einer infantilen, narzisstischen Gesellschaft, in der eine Handvoll psychopathischer skrupelloser Charaktere an Spitzenpositionen (Politik, Wirtschaft, Wissenschaft etc.) bestimmt welche Heilmittel und Informationen wir bekommen? Wenn ja, können sie das aber nur, wenn sich viele Menschen suggerieren lassen, dass es auf „immer jünger, schneller, schöner, reicher…“ ankommt!

Wieso also können so viele Menschen offenbar schlichtweg nicht akzeptieren bzw. respektieren, dass Lebensqualität mehr beinhaltet als zeitlos jung und schön und möglichst noch unsterblich zu sein? Frauen, auch schon sehr junge, unterziehen sich „Schönheitsoperationen“, lassen sich mit Silikon den Busen pimpen, während sich Frauen in den Wechseljahren noch künstlich befruchten lassen, weil sie meinen, unbedingt nochmal ein Kind gebären zu wollen. Physische Zeichen des Alterns werden mit Botox und durch andere Maßnahmen „getarnt oder maskiert“, Männer schlucken Viagra, um möglichst lange „Potenz“ vorzutäuschen, in Swinger-Clubs tummeln sich Menschen, um Sex auszuleben, weil sie zu wahrer Intimität und Bindung anscheinend gar nicht (mehr) fähig sind und Statussymbole ersetzen charakterliches Wachstum, Reife und Weisheit. Der Umgang mit dem Sterben, wie er am Beispiel der Organspende-Praxis deutlich wird, ist in dieser Auflistung daher nur ein weiteres Merkmal für den ethischen und emotionalen Zustand der Gesellschaft.

Der Umgang einer Gesellschaft mit den Ressourcen, miteinander und letztendlich mit sich selbst und dem Thema Tod ist das Ergebnis der geist-seelischen Verfassung der Individuen, die diese Gesellschaft ausmachen. Ohne die Begriffe Narzissmus und Soziopathie dabei zu erwähnen und sich mit den Ursachen für diese Persönlichkeitsmerkmale zu beschäftigen, kratzt man bei Themen wie „Organspende-Wahn“ und vielen anderen nur an der Oberfläche, denn welcher Teil in uns kann offenkundig so schwer annehmen, dass es im Leben um mehr geht als darum, die eigene (eingebildete und hochstilisierte) „Grandiosität“ zu nähren? Was haben wir verloren, wenn wir uns so über Äußerlichkeiten definieren?

Um diese Fragen zu beantworten, ließen sich viele Bücher schreiben. Daher wollen wir es an dieser Stelle lediglich bei einem „Gedankenanstoß“ lassen. Vielleicht gibt es demnächst mal ein Spirit of Health-Magazin mit dem Themenschwerpunkt „Narzissmus und Soziopathie“.[16] Ein Versuch, die Frage zu beantworten, was wir möglicherweise verloren haben bei all dem Wahn, könnte vielleicht auch ohne allzu viele Worte gelingen, nämlich mit einem Zitat aus dem Buch „Schöpfung“ aus der Anastasie-Reihe von Wladimir Megre[17]: „Der Abgrund, an dem die Menschheit jetzt steht, ist ein sehr wichtiger Wendepunkt in ihrer Evolution. Alles hängt von ihrem nächsten Schritt ab. Diese Tatsache zeigt ganz klar, dass alle Logik und alle Richtlinien nichts geholfen haben. Was den Menschen weiterbringt auf seinem Pfad, sind allein seine Gefühle. Er lässt sich nur durch seine Gefühle leiten.“

Die „Verschwörung“, die sich im Außen zeigt, indem sich die „guten und bösen Mächte“ einmal mehr bekriegen, könnte vielleicht nur eine Projektion in der materiellen Welt einer Verschwörung in uns selbst sein, zwischen unserem Ego und unserem Herzen. Insofern – bei allem, was uns an verletzenden und schmerzhaften Dingen widerfahren ist, bei allem, was unser Herz verschloss im Laufe der Jahre oder Inkarnationen, so sehr uns Menschen, oftmals auch jene, die wir liebten, weh getan haben[18]: Wir haben jeden Tag neu die Möglichkeit uns zu entscheiden, ob wir den Wolf in uns füttern oder das Lamm. Letzteres bietet uns eine enorme innere Freiheit! Und je mehr wir das erkennen, desto gesünder werden auch unsere Organe, insbesondere unsere Herzen, was Transplantationen dann sowieso überflüssig machen dürfte…

Neben den vielen Büchern und Produkten zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit aus dem Jim Humble Verlagsprogramm möchten wir Gesundheitsbewusste noch auf das Buch „Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hände“[19] von Dr. Walter Mauch hinweisen.

Werner Hanne
Werner Hanne

[1] https://www.youtube.com/watch?v=61Rp9YiAKsA

[2] http://www.transplantationszentrum-freiburg.de/files/Organentnahme.pdf

[3] Verlangsamung der Herzfrequenz auf unter 60 Schlägen pro Minute bei einem erwachsenen Menschen

[4] Asystolie (von a- „ohne“ und Systole „Herzkontraktion“) ist ein Fachausdruck aus der Medizin. Man versteht darunter einen Stillstand der elektrischen und mechanischen Herzaktion, der unbehandelt innerhalb weniger Minuten zum Tod führt. (Quelle: Wikipedia)

[5] http://www.horusmedia.de/1996-kundalini/kundalini.php

[6] http://www.kundalini-dritteauge.net/kundalini-energie–wissenschaft.html

[7] http://www.der-hermetische-weg.de/

[8] http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/unsterblichkeit-leben-ewigkeit-100.html

[9] Kryotik oder auch „Kryostase“ (griech: Kryos = Eis, Frost) ist die Kryokonservierung von Organismen oder Organen, meist dem Gehirn, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wiederzubeleben.

[10] https://www.youtube.com/watch?v=njzvf_S3hVQ

[11] http://www.organwahn.de/index.php/literatur

[12] https://www.youtube.com/watch?v=6qFxhrVZikQ

[13] http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/844350/sucht-unterschaetztes-problem-aerzteschaft.html

[14] Literatur: „Der falsche Weg zum Selbst: Die Drogenkarriere als gescheiterte Selbstheilung“, Jürgen vom Scheidt, Fischer-Taschenbuch 1984

[15] Literatur: „Im Zeitalter der Sucht – Wege aus der Abhängigkeit“, Anne Wilson Schaef, Deutscher Taschenbuch Verlag 2007

[16] http://de.sott.net/article/1043-Das-verborgene-Bose-Der-psychopathische-Einfluss

[17] http://www.jim-humble-verlag.com/buecher/spiritualitaet/anastasia/137/anastasia-band-3-raum-der-liebe

[18] Anm. der Redakteurin: spreche bzw. schreibe aus reichlich Erfahrung… 😉

[19] http://www.amazon.de/Nehmen-sofort-Gesundheit-Schicksal-selbst/dp/384489425X

Die dunklen Seiten des Organspendens

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