Autorin: Beate Wiemers

Probiotika und ihr Einfluss auf das „zweite und dritte Gehirn“

Redewendungen, die wir wie selbstverständlich benutzen, basieren oft auf einem Wissen, dessen tiefere Bedeutung uns gar nicht immer bewusst ist. Wir treffen Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“, uns schlägt etwas „auf den Magen“, jemand hat „Schiss bekommen“ oder uns stößt etwas „sauer auf“. Intuitiv spricht der Volksmund hier aus, was mittlerweile wissenschaftlich bestätigt wurde. Es geht um den Zusammenhang zwischen dem Verdauungstrakt und dem Gehirn. Schon vor Jahren entdeckten Forscher Zellen und Neurotransmitter im Darm, die mit jenen des Gehirns identisch sind. Die Bezeichnung das „zweite Gehirn“ im Gastrointestinaltrakt (von griech. „gaster“ = Magen und „intestinum“ = Darm) wurde damit geboren. Neueren Entdeckungen ist zu verdanken, dass mittlerweile sogar die Existenz eines „dritten Gehirns“ (Mikrobiom) nachgewiesen werden konnte. Der Arzt und Molekularbiologe Prof. Dr. Marco Ruggiero hat dazu bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Wie bedeutend „ein gutes Bauchgefühl“ für unser Denken, unsere Gesundheit und unsere Potenzialentfaltung ist, konnten dieser Wissenschaftler und sein Team durch jahrelange Forschungen belegen.

 

Probiotika GcMAF

Der Gastrointestinaltrakt kommuniziert mit dem „Gehirn im Kopf“ über neurale Signale, Hormone sowie Zytokine. Wenn das Darmmikrobiom nicht im Gleichgewicht und die Darmschleimhaut durchlässig ist, können über diese Informationskanäle unbewusst emotional-affektive und kognitive Prozesse im Gehirn beeinflusst werden und damit zur Entstehung neuropsychiatrischer und anderer Störungen beitragen. Alle möglichen Erkrankungen können dann die Folge sein, auch Depressionen. Daher gehen manche Psychiater inzwischen dazu über, depressive Patienten zuerst auf deren Darmsituation hin untersuchen zu lassen. „Der Bauch denkt mit“ lautet sogar ein Beitrag vom 15.4.1014 bei 3Sat. Untertitel: „Nerven und Botenstoffe verbinden Darm und Gehirn: Der Darm beeinflusst das Gehirn und damit das menschliche Verhalten. 95 Prozent des Botenstoffs Serotonin im menschlichen Körper wird im Magen-Darm-Trakt produziert“.[1]

Das Mikrobiom ist nicht als zusätzliches Organ nach gängigen Vorstellungen zu verstehen, sondern eher als „Ökosystem“ oder als Organismus, der in enger Wechselwirkung mit allen Organen steht und das gesamte Wohlbefinden entscheidend beeinflusst – ob im negativen oder positiven Sinn.

Klärgrube Darm

Falsche Ernährung, Bewegungsmangel, giftige Ablagerungen, Medikamenten- und Alkoholmissbrauch etc. können aus dem Darm eine Kloake machen. Gärungs- und Fäulnisvorgänge können dann die Ursache vieler Erkrankungen sein. Man fühlt sich schwach, träge und lustlos. Wenn der Darm nicht mehr ideal funktioniert, kann das andere Organe in Mitleidenschaft ziehen, darunter die Leber, die Nieren, die Haut, die Augen und das Gehirn. Das macht deutlich, wie wichtig ein gesunder Darm ist. Darmsanierungen gehören so auch nicht zufällig zu den meisten naturheilkundlich orientierten Therapien für chronische Krankheiten.

Im Gastrointestinaltrakt sind etwa 70 Prozent des Mikrobioms angesiedelt. Die anderen 30 Prozent befinden sich verteilt im Körper – etwa im Muskelgewebe, in der Haut und im Blut. Mehr als 3.000 Jahre lang waren sich Wissenschaftler nicht der Existenz dieses „dritten Gehirns“ bewusst, das in Bezug auf die genetische Vielfalt etwa 99 Prozent des Menschen ausmacht.

Neues Denken in der Medizin

Der US-Bestseller-Autor und Therapeut John Gray, vielen bekannt von seinem Buch „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“ setzte sich wegen einer eigenen Erkrankung mit der Forschung über das Mikrobiom auseinander. Als bei ihm ein frühes Stadium der Parkinson’schen Krankheit entdeckt wurde, lenkte er seine gesamte Aufmerksamkeit darauf, natürliche Lösungen zu finden, um wieder gesund zu werden. Durch die Umstellung seiner Ernährung und die Substitution bestimmter Nährstoffe verschwanden die Parkinson-Symptome schon nach wenigen Monaten. Und nicht nur das: Gray fühlte sich viel frischer, lebendiger und fröhlicher als jemals zuvor. Er eröffnete fortan ein Wellness-Center mit dem Ziel, seine Erkenntnisse zu lehren und anderen Menschen zu helfen.

Therapeutischer Ansatz

Dr. Ruggiero beschreibt sich selbst als stets sehr neugierigen Forscher. Krebs, Autismus, Neurodegenerative Erkrankungen – er wollte herausfinden, welche Ursachen dazu führen und was beispielsweise Krebszellen „brauchen“, um überlebensfähig zu sein. Bei dieser „Spurensuche“ interessierte ihn im Wesentlichen, wie man all diesen Krankheiten buchstäblich den Boden entziehen könnte.

Das Mikrobiom wieder in einen völlig intakten und funktionsfähigen Zustand zu bringen, ist das erklärte Ziel von Marco Ruggiero, damit der Körper es mittels seiner Selbstheilungskräfte schafft, sich gegen Krankheiten zur Wehr zu setzen. Es geht hier also nicht um das Ausschalten von Symptomen, sondern darum, ein Milieu zu schaffen, das den Körper in die Lage versetzt, Symptome gar nicht erst entstehen zu lassen. Und dieser Ansatz ist angesichts der vielen heute existieren Belastungen durch Gifte und andere Faktoren wichtiger denn je. Der Schlüssel dazu ist aus Sicht von Dr. Ruggiero die Regenerierung des Mikrobioms.

Das fehlende Puzzleteilchen

Gray war kontinuierlich auf der Suche nach natürlichen Möglichkeiten, um Krankheiten zu heilen und die Leistungsfähigkeit generell zu optimieren. Dabei kam er auch in Berührung mit GcMAF (Globulin Componant Makrophage Activating Faktor), einem Protein, von dem ihm bekannt war, dass es sich als sehr wirksam in der Krebs-Therapie und bei der Wiederherstellung des Immunsystems erwiesen hatte. Gray schrieb so auch nicht zufällig das Vorwort zu dem Buch „The Third Brain: The Revolutionary New Discovery to Achieve Optimum Health“ von Peter und Drew Greenlaw sowie Prof. Dr. Marco Ruggiero. Dieses Buch dürfte noch eine entscheidende Bedeutung bekommen, denn die Informationen darin sind für die Gesundheit und somit für das Überleben der Menschheit immens wichtig, da ein intaktes Mikrobiom die zentrale Rolle bei der Heilung von nahezu allen Krankheiten spielt.

Begeistert bezeichnet Gray dieses Buch als den „missing link“, um unser Lebenspotenzial umfassend verstehen und entwickeln zu können. Marco Ruggiero und sein Team forschten jahrelang zum „dritten Gehirn“ und veröffentlichten dazu viele Studien in einigen der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften der Welt. In vielen dieser Studien ist die positive Wirkung eines „Super Food“ beschrieben, das Dr. Ruggiero und seine Frau Stefania Pacini im Laufe ihrer Forschungsjahre entwickelten und immer weiter optimierten.

Dieses Produkt basiert auf denselben Fermentationsprozessen, die naturgemäß bei unserer Geburt wichtig sind. Das Forscherpaar Ruggiero/Pacini fand heraus, dass Colostrum, die Erstmilch der Mutter, bei der Entstehung des dritten Gehirns eine entscheidende Rolle spielt. Bei der Entwicklung eines „Super Food“ orientierten sich die beiden somit an der natürlichen Zusammensetzung des Colostrums. Die Erkenntnisse des Forscherteams um Dr. Ruggiero bieten der Menschheit Lösungen an, die das Gesundheitssystem nachhaltig reformieren und vielen Menschen eine deutliche höhere Lebensqualität bescheren könnten.

Das „Super-Food“

Schon Hippokrates sagte: „Lass deine Nahrung deine Medizin sein!“ Mit der Nahrung, die wir zu uns nehmen, informieren wir unseren Organismus – anders ausgedrückt: Wir bringen in damit in Form! Der enge Zusammenhang zwischen einem gesunden Darmmilieu und einer optimalen Gehirnfunktion wurde eingangs schon beschrieben.

Die natürliche Produktion von GcMAF ist eines der großen Geschenke der Natur, um unserem Organismus zu helfen, das „dritte Gehirn“ zu verstehen und zu optimieren. An anderer Stelle gehen wir in dieser Ausgabe bereits auf GcMAF sein, aber es wird wegen seiner großen Bedeutung im Spirit of Health Magazin immer wieder einmal thematisiert werden. Immuntherapeutische Maßnahmen, die auf das komplexe Stoffwechselgeschehen abzielen, dürften in Zukunft für alle Heilungsprozesse immer relevanter werden.

Die Forschungen von Dr. Ruggiero und seinem Team führten zu einem probiotischen Produkt, das als „Bravo Probiotic“ bezeichnet wird und dessen Zusammensetzung den Fermentationsprozessen bei der Geburt nachempfunden wurde. Es besteht aus einer idealen Kombination aus Milchfermenten und Mikroorganismen. Nach dem Konsum von Bravo-Probiotic zeigten Untersuchungen mittels bildgebender Verfahren der Milz (Doppler-Ultraschallsonografie) beispielweise eine deutlich erhöhte Aktivität, ein Indiz für die Wissenschaftler, dass das Immunsystem effektiv unterstützt wurde. In Labortests erreichte das Produkt die gleichen Resultate wie reines GcMAF. Zusammen mit regionaler Qualitätsmilch und Kolostralmilch lässt sich mit Bravo-Probiotic auf einfache Weise ein Joghurt herstellen, der das Mikrobiom wieder auf Vordermann bringt oder präventiv eingesetzt werden kann.

 

[1] http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=41007

GUTES BAUCHGEFÜHL? Probiotika und ihr Einfluss auf das „zweite und dritte Gehirn“

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