Autoren: Jaap van Slooten und Joshua van Dijk

Die Frage nach der Entstehung des Lebens hat den Menschen seit jeher fasziniert. Von einigen wird sie als mystisches Rätsel gesehen, manchmal sogar verknüpft mit einer metaphysischen Vorstellung, für andere wiederum ist die Antwort auf diese Frage hauptsächlich eine Sache der Chemie. Zu den Verfechtern dieser Ansicht gehört der amerikanische Nobelpreisträger Jack Szostak. Er wies nach, dass das Vorliegen einer hinreichenden Anzahl von Magnesium-Ionen eine Grundvoraussetzung für die Entstehung allererster Zellstrukturen ist.

 

Magnesium - Funke des Lebens und der Gesundheit

 

Vor rund 4 Milliarden Jahren haben sich die Urformen des Lebens im Wasser entwickelt. Diese Tatsache wird selbst von vielen Kreationisten akzeptiert, da sie der Vorstellung eines Eingriffs durch einen Schöpfergott, der das Leben geschaffen hat, nicht widerspricht. Wo erst nur Meer war, entstanden im Laufe der Erdgeschichte Land- und Süßwasserflächen und die Evolution nahm ihren Lauf. Heute besteht die Erdoberfläche noch zu drei Fünfteln aus Salzwasser. Die genaue Zusammensetzung des Meerwassers hat sich seit der Entstehung der Erde sicherlich immer wieder verändert. Dennoch kann man davon ausgehen, dass die Grundbestandteile gleich geblieben sind. Lässt man ein Kilogramm (also etwas weniger als einen Liter) Meerwasser so lange kochen, bis das Wasser verdampft ist, bleiben 34 Gramm Salz übrig. Dieses Salz besteht aus etwa 30 Gramm Natriumchlorid, umgangssprachlich als Kochsalz bezeichnet, und zu 3 Prozent aus Magnesiumchlorid. Im letzten Gramm findet sich ein buntes Gemisch aus Kalzium- und Eisensalzen, Karbonaten, Bromiden, Sulfaten, Reststoffen organischen Materials und Verunreinigungen durch die zunehmende Umweltverschmutzung.

Heilsames Klima am Meer

Dass die Menschen sich gern in Meeresnähe niedergelassen haben, ist nicht erstaunlich. Sicherlich sind Handel und Fischerei der Hauptgrund dafür, doch auch die Heilkraft des Meeres spielt hier eine Rolle, denn Seeluft soll gesund sein. Sie hilft bei vielen verschiedenen asthmatischen und allergischen Beschwerden. Nicht umsonst wurden und werden immer noch die blassen Stadtkinder zur Erholung und Kräftigung in die Ferienkolonien ans Meer geschickt. Aber auch der moderne Mensch ist nach einem Erholungstag am Meer weniger gestresst und fühlt sich unbeschwerter. So wundert es nicht, dass man die höchste Lebenserwartung der Welt auf der japanischen Insel Okinawa findet. Dort leben die Menschen nicht nur länger, sie bleiben auch länger geistig und körperlich fit. Ein Grund hierfür könnte die heilkräftige Wirkung der Seeluft sein und der sehr wahrscheinlich hohe Magnesiumgehalt in ihr, der hier sogar besonders hoch sein soll wegen der dort beheimateten Sango-Koralle und ihrer Sedimente.

Aber auch bei uns in Europa gibt es Beweise für die „gesunde Luft“. Viele Kurorte sind auf die damalige besondere Luft zurückzuführen, denn schon im 16. Jahrhundert wurde in Polen und in Deutschland eine Methode entwickelt, das seltene und kostbare Salz aus dem Grundwasser zu gewinnen: das so genannte Gradieren. Ein Gradierwerk bestand aus einem Holzgerüst, das mit Reisigbündeln verfüllt war. Das Quellwasser wurde hochgepumpt und rieselte durch die Reisigbündel wieder herab. Wenn der Wind durch das tropfende Gradierwerk wehte, verdunstete ein Teil des Wassers, so dass das unten angekommene Restwasser einen viel höheren Salzgehalt aufwies.

Salzgewinnung

Um eine für die Salzsiederei geeignete Konzentration zu erreichen, wurde dieser Vorgang meistens mehrere Male wiederholt. Diese Gradierwerke wurden im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts immer weiter entwickelt und in manchen Fällen so angelegt, dass sie bis zu 10 Meter hohe und mehrere Hundert Meter lange Mauern aus Schwarzdornzweigen bildeten. Mancherorts wurden diese Anlagen so groß, dass sie sich, wie beispielsweise in Bad Dürrenberg, wie Befestigungsmauern um die Stadt herum zogen und sogar Stadttore hatten. Unter Einfluss des Windes wurde die Luft in der Nähe angereichert und verwandelte sich in salzige Seeluft. Es ist eine Tatsache, dass alle Orte, die im 19. Jahrhundert ein solches Gradierwerk hatten, später zu Kurorten geworden sind.

Aber nicht nur die gute Luft ist ein Argument für Kurorte, auch das gute Wasser ist oft der Grund für einen bekannten Kurort, denn viele Menschen schwören auf Solebäder und deren positive Auswirkung auf die Lunge.

Schon von alters her werden Solebäder als therapeutische Maßnahme angewendet. Zur Zeit der Römer war das Tote Meer bereits ein beliebtes Ziel für Kuraufenthalte. Jedoch auch gewöhnliche Meerbäder oder Bäder in mineralhaltigen Quellen werden schon seit Jahrhunderten als äußerst zuträglich für die Gesundheit angesehen. Die Entdeckung, dass diese gesundheitsfördernden Wirkungen in erster Linie auf das Magnesium zurückzuführen sind, kam jedoch relativ spät.

Magnesiumgehalt als Jungbrunnen

werbung1954 begann der amerikanische Arzt und Neuropsychiater John C. Lilly damit, Experimente mit dem so genannten Floating durchzuführen. Dabei befanden sich die Versuchsteilnehmer in einem von der Außenwelt völlig abgeschotteten Tank mit konzentriertem, magnesiumreichem Salzwasser, das auf Körpertemperatur erwärmt wurde. Aufgrund des hohen Salzgehalts gingen die Personen nicht unter, sondern schwebten in der Salzlösung. Bei diesen Experimenten zeigte sich unter anderem, dass die Versuchsteilnehmer rasch einen Zustand der vollständigen Entspannung erreichten. Durch Untersuchungen des Gehirns wurde nachgewiesen, dass sich der Übergang in die Thetaphase, also in die Phase des Tiefschlafs, sehr schnell vollzog. Ein einstündiges Floating hatte die gleiche Wirkung wie vier Stunden Schlaf. Einen solchen Effekt hervorzurufen, gelingt ansonsten nur Menschen, die bestimmte Meditationstechniken beherrschen.

 

Es dauerte nicht lange, bis das Floating-Verfahren von der entstehenden Wellness-Industrie entdeckt und genutzt wurde. Die Anwendung von Magnesiumsalzen, wie zum Beispiel von Sulfaten und heutzutage von Magnesiumchlorid, hing anfangs damit zusammen, dass die Haut nach dem Baden aufgrund des höheren osmotischen Drucks gar nicht oder viel weniger verschrumpelt ist. Erst seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist eine glatte Haut nicht mehr der Hauptgrund für die Anwendung von Magnesiumsalzen, sondern eher ein erfreulicher Nebeneffekt. Heutzutage geht es vor allem um die transdermale Verabreichung, also die Aufnahme des Magnesiums über die Haut, und die damit zusammenhängenden Vorteile.

Transdermales Magnesium

Es setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass die Aufnahme von Magnesiumchlorid über die Haut zum Ausgleich eines Magnesiummangels eine ausgesprochen wirksame und natürliche Methode darstellt. Amerikanische Forscher, wie beispielsweise Carolyn Dean und Dr. Mark Sircus (dessen Filme auch auf Youtube zu sehen sind), oder „das Magnesium Buch“ von Dr. Barbara Hendel, haben viel zu dieser Einsicht beigetragen. Als bahnbrechend ist aber auch die Arbeit der französischen Kinderärztin Marianne Moussain und ihre Magnesiumbehandlung von Kindern mit ADHS anzusehen. Obwohl die Schulmediziner, insbesondere die Dermatologen, der transdermalen Verabreichung mit gehöriger Skepsis begegnen, wächst die Anzahl derer, die Magnesiumchlorid auf der Haut anwenden – täglich.

Aber wie soll das funktionieren?

Magnesium über die Haut? Dazu muss man sich erst einmal die Haut als größtes Organ des Menschen mit einer Oberfläche von 1,5 bis 2 Quadratmetern genau anschauen. Als Barriere gegenüber der Außenwelt hat sie eine wichtige Funktion in unserem Immunsystem und schützt den menschlichen Körper vor Austrocknung. Gleichzeitig scheidet die Haut Wasser, Abfallstoffe und Salz aus und nimmt Substanzen von außen auf. Kleinste fettfreie Stoffe wie beispielsweise Nikotin, aber auch Elektrolyte, also Salze, Säuren und ihre Gegenspieler, die Basen, können unter bestimmten Bedingungen in die Haut eindringen. Auf der Grundlage dieser seit langem bekannten Prozesse sind verschiedene Anwendungen entwickelt worden. Man denke an Nikotinpflaster, Hormonsalben und Schmerzmittel.

Es gibt inzwischen überzeugende Beweise dafür, dass auch Magnesium über die Haut aufgenommen werden kann. Wie dies genau vor sich geht, hat die wissenschaftliche Forschung noch nicht in allen Einzelheiten festgestellt. Eine sehr vielversprechende Theorie kommt von Dr. Richard Danel vom „Magnesium Health Institute“. Nach dieser erfolgt die Aufnahme von Magnesium über die Schweißdrüsen. Genauso wie am Nierenausgang befinden sich auch am Ende der Schweißdrüsen Zellengruppen, deren Aufgabe die Rückgewinnung des Magnesiums ist, das mit dem Urin oder mit dem Schweiß ausgeschieden werden soll. Es ist anzunehmen, dass diese Zellen das Magnesium nicht nur zurückhalten, sondern es bei genügender Konzentration auch aufnehmen. Die Existenz solcher Zellen, die sich wahrscheinlich im Laufe der Evolution entwickelt haben, erklärt auch, warum es trotz der unzureichenden Magnesiumzufuhr nicht zu massenhaften Ausfällen des menschlichen Organismus gekommen ist.

Magnesium-Mangel

Man geht davon aus, dass das elementare, tatsächlich verwertete Magnesium im Allgemeinen zur Hälfte über die Nahrung zugeführt werden kann. Somit wäre die Magnesiumzufuhr allein durch die Nahrung nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass der Körper auch nur 30 Prozent des oral zugeführten Magnesiums verarbeiten kann. Zu beachten ist auch die aktuelle Situation, dass unsere Böden weitgehend ausgelaugt sind. Wir müssen sie heutzutage mit Mineralien düngen, damit wir ein gutes Wachstum unserer Lebensmittel erreichen. So wundert es nicht, dass auch der Gehalt an Mineralien in unseren täglichen Lebensmitteln rapide abgebaut hat. Hinzu kommen die Umweltbelastungen, der Stress unserer modernen Zivilisation und unsere oft doch nicht so ausgewogene Ernährung sowie auch die häufige Einnahme pharmazeutischer Medikamente. Dies sind alles Magnesiumräuber par excellence! Nicht zu vergessen sind auch der meist schlechte Zustand und die geminderte Aufnahmemöglichkeit unseres Darmes.

Magnesiumbedarf gedeckt?

Daher müssen wir wohl davon ausgehen, dass wir wahrscheinlich einen viel höheren Magnesiumbedarf haben, als uns die Gesundheitsbehörden glauben machen wollen. Nach deren Berechnungen braucht ein gesunder Mann, der keine Medikamente nimmt, nicht raucht, nur mäßig Alkohol trinkt, sich viel bewegt oder Sport treibt und keinen Stress hat, 350 bis 400 mg Magnesium pro Tag. Für Frauen wird ein Wert von 300 bis 350 mg angegeben. Wissenschaftler, die im Bereich Magnesium forschen, bevorzugen als Faustregel für den tatsächlichen Bedarf allerdings immer häufiger einen Wert von 6 bis 8 Milligramm pro Kilo Körpergewicht. Eine gesunde Person mit einem Gewicht von 70 kg bräuchte demnach 420 bis 560 mg Magnesium pro Tag.

Ob wir diese Werte überhaupt durch unsere heutige Ernährung erreichen, ist ungewiss. Ebenso fraglich ist, ob die angegebenen Werte der Gesundheitsbehörden zum Magnesiumbedarf für einen gesunden Körperhaushalt überhaupt ausreichen. Es ist nunmehr sehr viel eher wahrscheinlich, dass wir alle an einem massiven Magnesium-Mangel leiden! Dieser benannte Magnesium Mangel zeigt sich dann auf unterschiedlichsten Ebenen im Körper und im Geist: Unruhe, Konzentrationsstörungen, Verspannungen, Krämpfe, Übersäuerung, ständige Müdigkeit und Schlafstörungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Neben den bekannten Wirkungen bei Verspannungen und Krämpfen wollen wir hier das Thema „Schlafen“ genauer betrachten.

Schlafen wie ein Murmeltier – dank Magnesium

Wenn man Menschen befragt, die sehr alt wurden, hört man fast immer, sie hätten stets lang und gut geschlafen. Leider ist das Thema Schlaf bei vielen Menschen nicht so einfach, denn Probleme mit dem Schlafen hat wohl jeder einmal erlebt. Rund 20 Prozent der Europäer und Amerikaner leiden sogar an chronischen Schlafstörungen. Als richtiges Wundermittel haben sich hier die tief entspannenden Voll – und Fußbäder mit der Zugabe von Magnesiumflocken herausgestellt.

Was steckt dahinter?

Sinkt die Menge an Magnesium in unserem Körper unter ein bestimmtes Niveau, ist Unruhe eines der ersten Anzeichen dafür. Wir fühlen uns angespannt und sind gereizt. Neben Schlaflosigkeit gibt es noch andere Symptome, die uns begleiten und die wir oft gar nicht bewusst wahrnehmen, wie Ohrensausen, Kopfschmerzen, unruhige Beine sowie kalte Hände und Füße. Oft entwickelt sich ein Teufelskreis: Magnesiummangel führt zu erhöhter Stressanfälligkeit – Stress als Magnesiumräuber begünstigt weiteren Stress.

Dieser Stress entsteht in unseren Zellen. Wird eine gesunde Zelle gereizt, beispielsweise eine Muskelzelle, holt sie sich aus den Zellzwischenräumen, dem Interstitium, den Mineralstoff Kalzium. Hat sie das Kalzium aufgenommen, zieht sie sich zusammen. Danach wird das überschüssige Kalzium abgeführt und die Zelle kann in den Zustand der Entspannung zurückkehren. Voraussetzung dafür, dass die Zelle das Kalzium ausstößt, ist allerdings ein gesunder Magnesiumhaushalt. Liegt zu wenig Magnesium vor, bleibt Kalzium in der Zelle übrig und die Zelle verharrt in einem Zustand der Anspannung. Dieser Zustand kann sich in akuten Krämpfen äußern oder darin, dass die Erholungsphasen nach Anstrengungen länger als gewöhnlich dauern. Sportler benötigen bei einem gestörten Magnesiumhaushalt beispielsweise wesentlich längere Zeit zur Regeneration. Bei anhaltendem Magnesiummangel geraten die Zellen in Dauerstress und die Regeneration ist zunehmend beeinträchtigt. Neben den oben genannten ersten Anzeichen besteht dann auch ein erhöhtes Risiko, verschiedene Erkrankungen zu entwickeln, insbesondere Diabetes, Herz- und Gefäßkrankheiten sowie Verhaltensstörungen wie Depressionen und ADHS.

Magnesium – das Mineral des Jungbrunnens

Wenn es darum geht, den Alterungsprozess zu verlangsamen, ist Magnesium ein natürlicher Verbündeter. Dieser Mineralstoff sorgt unter anderem dafür, dass der Körper die Bildung bestimmter Hormone, deren Produktion mit steigendem Alter immer mehr abnimmt, beibehält. So ein Hormon ist zum Beispiel das Melatonin, das ohne Magnesium nicht gebildet werden kann.

Die Bildung von Melatonin erfolgt in der Epiphyse, auf Deutsch Zirbeldrüse. In einigen östlichen Philosophien wird die Epiphyse als das dritte Auge, oder, noch ansprechender, als der Sitz der Seele angesehen. Auch für den französischen Philosophen Descartes hatte die Zirbeldrüse eine besondere Bedeutung: Er hielt sie für die Kontaktstelle zwischen Körper und Geist. Die Entstehung dieser Vorstellungen steht sicherlich in Zusammenhang mit der Funktion und Wirkung des Melatonins als Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Mit der Dunkelheit setzt die Bildung von Melatonin ein und sie nimmt bei Tageslicht wieder ab. Melatonin ist aber nicht nur ein Schlafhormon, denn es werden ihm noch eine Reihe weiterer positiver Eigenschaften zugeschrieben. Es hat eine antioxidative Wirkung im Gehirn, stimuliert das Immunsystem und zuweilen wird es bei der Behandlung von Krebs, insbesondere Brustkrebs, eingesetzt. In Tablettenform ist Melatonin hauptsächlich als Mittel gegen Jetlag bekannt. Immer häufiger wird es aber auch als Schlafmittel verschrieben. Etwa ab dem vierzigsten Lebensjahr nimmt die Melatoninproduktion im Körper langsam ab. In Studien wurde allerdings nachgewiesen, dass ein gesunder Magnesiumhaushalt die Melatoninproduktion aufrechterhalten oder sogar wieder steigern kann.

Cortisol, das „Stress-Hormon“

Ein anderes Hormon, das Einfluss auf unseren Schlaf und unsere Leistungsfähigkeit hat, ist das Cortisol. Es wird auch Stresshormon genannt. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet und ausgeschüttet, wenn wir in Stress-Situationen geraten. Für den gesunden Körper ist dieser Prozess lebensnotwendig, denn er erhöht unsere Aufmerksamkeit und steigert die Konzentration. Frühmorgens ist der Cortisolspiegel normalerweise am höchsten und abends vor dem Schlafengehen erreicht er seine niedrigsten Werte. Damit verhält sich das Cortisol dem Melatonin genau entgegengesetzt. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel hat verschiedene negative Auswirkungen, wie Gewichtszunahme, Diabetes und erhöhte LDL-Cholesterin-Werte. Eines der ersten Anzeichen ist Schlaflosigkeit. Magnesium senkt die Ausschüttung von Cortisol und ist auch aus diesem Grund als Entspannungsmineral bekannt.

Also, wie können wir Magnesium-Mangel beheben?

Hier bieten sich zwei Methoden an: Die eben benannte transdermale Aufnahme über die Haut mittels Magnesium-Öl oder die zusätzliche orale Einnahme durch Nahrungsergänzungsmittel wie der Sango-Koralle, welche sich eher empfiehlt aufgrund der Natürlichkeit, als die oft genutzten Magnesium-Brausetabletten mit Zusatzstoffen wie z.B. Aspartam.

Aber was ist nun besser? Oral oder Transdermal?

Hier streiten sich die Geister. Allerdings, wer einmal die transdermale Aufnahme ausprobiert hat, der wird schnell sein Lager in diesem Streit finden. Wissenschaftlich ist hier noch nichts bewiesen, aber im Selbstversuch merkt man schnell, wie das Magnesium über die Haut wirkt, wogegen bei einer oralen Einnahme die Erfolge lange nicht so ausprägend ausfallen.

Vorteile der transdermalen Einnahme:
  • es sollen bis zu 100 Prozent des angebotenen Magnesiums aufgenommen werden (bei oraler Aufnahme nur 30 Prozent),
  • es ist unbedenklich für das Gewebe und vermeidet evtl. Durchfall, wie er bei oraler Einnahme anfangs häufig auftritt,
  • es kann besser, rascher, konzentrierter und daher wirksamer in Zellen, Blut, Lymphe, Gewebe und Kochen transportiert werden. Die Hauptspeicher des vorhandenen Magnesiums im Erwachsenenkörper sind die Knochen (52,9 Prozent), Muskeln (27,0 Prozent), weiches Bindegewebe (19,3 Prozent), rote Blutzellen (0,5 Prozent), Serum (0,3 Prozent),
  • es gelangt rasch und gezielt in spastische Gewebe, Muskeln und Gelenke, selbst wenn darin aufgrund der Verspannung/Krämpfe nur wenig Blut und Lymphe zirkulieren. Für verdautes Magnesium ist es dagegen schwierig, die Gewebe- und Gelenkverkalkungen aufzuspüren und zu versorgen,
  • es wird auch aufgenommen bei bestehendem Magensäuremangel oder anderen Resorptionsproblemen (z.B. bei chronischen Darmerkrankungen), da der gesamte Verdauungsapparat umgangen wird und das Magnesium direkt über die Haut in den Blutkreislauf und von dort rasch in die Zellen gelangt. Die Fähigkeit des Körpers, neues Magnesium über den Darm zu resorbieren, sinkt paradoxerweise ausgerechnet dann, wenn der bestehende Magnesiummangel eine bestimmte Grenze überschritten hat und bereits beginnt, Symptome zu zeigen. Über die Haut kann ein solcher Mangel wieder so weit behoben werden, dass der Organismus sich wieder selbständig mit Magnesium über das Verdauungssystem versorgen kann,
  • bei Parasiten- oder Bakterienbefall wie z.B. Borreliose sinkt der Magnesiumspiegel, weil Borrelien oral zugeführtes Magnesium verbrauchen. Auf transdermal zugeführtes Magnesiumchlorid haben sie keinen Zugriff.
Wie kann man aber Magnesium transdermal, also über die Haut dosieren?

Hier ist es interessant zu wissen, dass in 1 ml Magnesiumöl 103 mg elementares Magnesium vorliegen. Ein Sprühstoß Magnesiumöl enthält 10 bis 12,5 mg elementares Magnesium. Das Öl zeichnet sich im Gegensatz zu den Tabletten, bei deren Verabreichung 60 bis 70 Prozent des Magnesiums nicht verwertet werden, durch eine hohe Bioverfügbarkeit aus. Das liegt insbesondere an der Verabreichung über die Haut, welche äußerst wirksam ist.

Welche Menge an Magnesium bei der Anwendung über die Haut aber genau aufgenommen wird, lässt sich nur schwer ermitteln, denn viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Bei optimalen Vorausetzungen können es aber bis zu 100 Prozent sein!

Magnesium – Funke des Lebens und der Gesundheit

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